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"Welt-Ranger-Tag" - Weltweit werden heute die Ranger geehrt

Pressemitteilungen vom

Rangerin Sandra Wendt (r.) führt die Schülerinnen und Schüler einer Ferienfreizeit aus Zwickau durch den Nationalpark. Auch sie zeigen sich solidarisch mit den Rangern weltweit. Foto: Jens Wilhelm

Wichtige und teils gefährliche Arbeit zum Schutz der Natur und der Menschen

Der "Welt-Ranger-Tag" findet jährlich am 31. Juli statt. Er hat zum Ziel, auf die wichtige Arbeit der Ranger für den Schutz des Natur- und Kulturerbes dieser Erde aufmerksam zu machen und den Rangern zu gedenken, die während ihres Dienstes verletzt oder getötet wurden. Die Aufgaben der Ranger im Nationalpark Hainich sind glücklicherweise ungefährlich.

Ranger sind im Nationalpark Hainich im Einsatz, weil sich gezeigt hat: Wertvolle Naturräume sind nach wenigen Jahren kaputtgeliebt, wenn sie nicht fachkundig erklärt, betreut und geschützt werden. So sind die Aufgabenbereiche der Ranger sehr vielseitig und reichen von der Aufklärungs- und Öffentlichkeitsarbeit über Pflege- und Reparaturarbeiten bis hin zur Mitwirkung bei wissenschaftlichen Monitoring-Programmen und dem Streifendienst. In Asien oder auch Afrika wird es für Ranger häufig lebensgefährlich, sei es durch illegale Wilderer und Holzfäller, Wildtiere oder Flugzeugabstürze oder andere Verkehrsunfälle. In den vergangenen 12 Monaten sind über 100 Ranger im Dienst gestorben.

"Die Arbeit der Ranger wird auch durch die oftmals in vielerlei Hinsicht völlig unzureichende Ausstattung sehr erschwert bis unmöglich gemacht", sagt der für die Ranger zuständige Revierleiter Jens Wilhelm mit Blick auf einen wenige Woche zurück liegenden Besuch des Nationalparks Shebenik Jablanica in Albanien. Für das einzige Dienstfahrzeug im fast 34.000 ha umfassenden Schutzgebiet stehen pro Monat lediglich 15 Liter Benzin zur Verfügung.

Der "Welt-Ranger-Tag" wurde von der International Ranger Federation (IRF) ins Leben gerufen und wird von der The Thin Green Line Foundation (TTGLF) und anderen Organisationen unterstützt. The Thin Green Line Foundation ist eine Stiftung, die die Familien getöteter Ranger unterstützt und sich für die Arbeit der Ranger weltweit einsetzt. In jedem Jahr wird ein "Role of Honor", eine Liste mit den Namen der getöteten Ranger, erstellt, um ihren Einsatz für Mensch und Natur unvergessen zu machen.

Rüdiger Biehl
Stellvertretender Nationalparkleiter

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