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„Welt-Ranger-Tag“ - Weltweit werden die Ranger geehrt

Pressemitteilungen vom

Ranger sind sowohl draußen als auch bei Messen begehrte Ansprechpartner bei Fragen zur Natur. Foto: Nationalparkverwaltung

Ranger Sandra, Marcus und Axel aus dem Nationalpark Hainich erklären ihre Aufgaben hier und die ihrer Kollegen in anderen Teilen der Erde

Weltweit setzen sich Ranger und Rangerinnen tagtäglich mit hohem Engagement für den Schutz der biologischen Vielfalt und die Bewahrung unserer letzten Naturschätze in den Schutzgebieten der Erde ein. Sie verstehen sich in erster Linie als Mittler zwischen Mensch und Natur und stehen in ihren Schutzgebieten in Kontakt und Austausch mit Besuchern und Landnutzern, um etwaigen Konflikten aufklärend und vermittelnd vorzubeugen. Sie sind damit die Gesichter und Botschafter ihrer Schutzgebiete. Alljährlich am 31. Juli macht der World Ranger Day (deutsch: Welt-Ranger-Tag) auf diese wichtige Arbeit der Ranger aufmerksam und ruft zum Gedenken derjenigen Ranger auf, die während ihres Dienstes verletzt oder getötet wurden. Auch im Nationalpark Hainich sind Ranger im Einsatz, glücklicherweise mit relativ ungefährlichen Aufgaben.

"Film ab!" heißt es heute im Nationalpark Hainich: In vier kurzen Videos zeigen drei Ranger des Nationalparks Hainich im wahrsten Wortsinn Gesicht. Rangerin Sandra und Ranger Marcus erklären ihre vielfältigen Aufgaben von Aufklärungs- und Öffentlichkeitsarbeit über Pflege- und Reparaturarbeiten bis hin zur Mitwirkung bei wissenschaftlichen Monitoring-Programmen und dem Streifendienst. Ranger Axel hat als Weltenbummler bereits viele Schutzgebiete der Welt gesehen. Er berichtet von den letzten Exemplaren des Panzernashorns im Kaziranga-Nationalpark in Indien, deren Schutz gegen illegale Wilderer für die dort tätigen Ranger häufig lebensgefährlich wird. Die Videos sind sowohl auf der Internetseite des Nationalparks unter www.nationalpark-hainich.de zu sehen als auch auf dem facebook-Auftritt unter www.facebook.com/NLPHainich/

"In ihrem Einsatz für die Natur und im Kampf gegen illegale Wilderei von bedrohten und streng geschützten Tierarten sowie gegen illegale Rodungen der letzten weitgehend unberührten Urwälder verlieren jährlich weit über 100 Ranger und Rangerinnen ihr Leben, auch in Europa. Laut Statistiken des Ranger-Weltverbandes und der Stiftung The Thin Green Line, die u.a. mit Hilfe gesammelter Spenden finanzielle Unterstützung für die Hinterbliebenen der im Dienst getöteten Ranger bietet, wurden zwischen 2010 und 2019 weltweit insgesamt über 1.000 Ranger im Dienst für den Naturschutz getötet", so Nationalparkleiter Manfred Großmann.

Der "Welt-Ranger-Tag" wurde 2007vom Ranger-Weltverband "International Ranger Federation" ins Leben gerufen und wird von der Stiftung "The Thin Green Line Foundation" und anderen Organisationen unterstützt. The "Thin Green Line Foundation" ist eine Stiftung, die den Familien getöteter Ranger Hilfe gibt und sich für die Arbeit der Ranger weltweit einsetzt. In jedem Jahr wird ein "Role of Honor", eine Liste mit den Namen der getöteten Ranger, erstellt, um ihren Einsatz für Mensch und Natur unvergessen zu machen und ihnen ein erinnerndes Denkmal zu setzen als Zeichen der weltweiten Solidarität an der Seite der Ranger.

Cornelia Otto-Albers
Pressesprecherin

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