Spendenaufruf für die „Nothilfe für die Karpaten-Schutzgebiete“ der ZGF
Seit 2011 ist der Nationalpark Hainich als eines von fünf deutschen Waldgebieten Teil der UNESCO-Welterbestätte „Alte Buchenwälder und Buchenurwälder der Karpaten und anderer Regionen Europas“. Diese Buchenwaldfamilie besteht aus insgesamt 94 Waldgebieten in 18 Ländern Europas. Elf dieser Buchenwaldgebiete liegen in der westlichen Ukraine. Sie beherbergen den größten Buchenurwald Europas. Bei zahlreichen erkenntnisreichen und freundschaftlichen Exkursionen der Nationalparkverwaltung Hainich zu ihren ukrainischen Kollegen wurde dieser reiche Naturschatz tief bewundert. Seit dem Angriff Russlands am 24. Februar hat sich dort alles geändert: Viele Menschen fliehen aus ihrer Heimat quer durch die Ukraine in den Westen des Landes, in Regionen, die vorerst vergleichsweise sicher sind. Viele Menschen auf der Flucht finden Unterkunft in Gebäuden der Schutzgebietsverwaltungen oder suchen in den Schutzgebieten selbst Schutz. Die internationale Naturschutzorganisation Zoologische Gesellschaft Frankfurt (ZGF) arbeitet bereits seit 20 Jahren eng mit den Menschen vor Ort zusammen. Die ukrainischen Schutzgebietsmitarbeiter und die ZGF setzen ihre Arbeit jetzt nach besten Kräften fort, allerdings in einer neuen Realität: Die Schutzgebietsinfrastruktur beherbergt nun viele Vertriebene. Daher bittet die ZGF um Spenden zur Unterstützung der helfenden und flüchtenden Menschen in den Schutzgebieten der Ukraine. Der Nationalpark Hainich schließt sich diesem Spendenaufruf für die „Nothilfe für die Karpaten-Schutzgebiete“ der ZGF an.
„In dieser für die Ukraine und für die gesamte Menschheit schweren Zeit ist es uns ein dringendes Anliegen, als Schutzgebiete in Europa zusammenzustehen und uns für die Menschen und ihre Lebensgrundlagen einzusetzen. Naturschutz kennt keine Grenzen. Die ZGF ist aus unserer Sicht europaweit der Partner, der garantiert, dass unsere Unterstützung den Schutzgebieten sowie den dort lebenden und arbeitenden Menschen am effektivsten zugutekommt“, so Nationalparkleiter Manfred Großmann.
Derzeit sammelt die ZGF Spenden, um einen Hilfstransport in die Ukraine mit dringend benötigten Hilfsgütern wie Schlafsäcke und Matten, andere Zeltausrüstungen, Taschenlampen und Heizgeräte zu organisieren. Innerhalb der Ukraine verteilen die ZGF und die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der Schutzgebiete diese Materialien an die Menschen vor Ort. Außerdem wird Unterstützung für die grundlegenden Betriebskosten der Schutzgebiete – Kraftstoff, Heizung, Gehälter – benötigt, da sie von anderen Finanzmitteln abgeschnitten sind.
„Wir danken für Ihre Spenden und sind in Gedanken bei unseren Kolleginnen und Kollegen in der Ukraine“, sagt Nationalparkleiter Manfred Großmann abschließend.
Spendenkonto
Nothilfe für die Karpaten-Schutzgebiete
IBAN DE63 5005 0201 0000 0800 02
BIC HELADEF 1822
Weitere Informationen zum Spendenaufruf der ZGF finden Sie unter:
https://fzs.org/de/unterstuetzen/nothilfe-fuer-die-karpaten-schutzgebiete/
Cornelia Otto-Albers
Pressesprecherin
