Einzelansicht

„Pfad der Begegnung“ im Brunstal feierlich eröffnet

Pressemitteilungen vom

Zentrales Anliegen des neuen Weges ist die Begegnung mit dem Wald auf Augenhöhe

Nach 18 Monaten Entwicklungs- und Bauzeit wurde am 17. April 2019 der „Pfad der Begegnung“ feierlich eröffnet. Er ersetzt nun den beliebten „Erlebnispfad Brunstal“, auf dem 15 Jahre lang Klein und Groß, Alt und Jung gern den wunderschönen Frühjahrsaspekt und einen urwüchsigen Wald bewundert haben. Nationalparkleiter Manfred Großmann durchschnitt vor großem Publikum ein rotes Band und übergab den Weg so symbolisch der Öffentlichkeit. Insgesamt wurden 173.000 Euro in die neue Infrastruktur investiert.

Der Wegeverlauf gegenüber dem 2002 eröffneten „Erlebnispfad Brunstal“ ist relativ unverändert. Der „Pfad der Begegnung“ startet am Parkplatz Fuchsfarm bei Mülverstedt. Er kann mit Rollstuhl und Kinderwagen komfortabel befahren werden und ist mit seiner Länge von 3,5 Kilometern auch für Menschen zu bewältigen, die weniger gut zu Fuß sind. 23 Stationen mit Holztafeln und zahlreiche Bänke laden zum Verweilen und Nachdenken ein. „Ich bedanke mich herzlich bei allen Firmen, die am Bau dieses Weges mitgewirkt haben. Dank gilt auch unseren Rangern, die wie immer kräftig angepackt haben. Ein besonderer Dank gilt auch Peter Stibane, dem Ideengeber  und Entwickler dieses Weges mit seinem wichtigen Anliegen, nämlich der Begegnung mit dem Wald „auf Augenhöhe““, sagte Manfred Großmann einleitend.

„Es geht beim Pfad der Begegnung um den Raum eines erweiterten Sehens; die eigene Sicht, die wir oft als die gefühlt einzig mögliche und richtige wahrnehmen, soll relativiert werden. Es steht an, den Horizont zu weiten und umzudenken. Umzudenken auch in unserem üblichen Blick auf die Natur: Natur als “Rohstoffquelle“, Natur als Kulisse für ein Hobby, Natur als Erlebnis- und Empfindungsraum. Warum sich nicht einfach auf die Natur als solche einlassen?“, fragt Peter Stibane. Und weiter sagt er: „Wir können mit dem Wald in einen Dialog treten. Er spricht zu uns durch das Rauschen der Blätter, durch das Licht, das durch das Laubdach fällt und das in uns eine spezifische Stimmung auslöst, die wie eine Antwort ist. Wir antworten auch, indem wir uns anrühren lassen, indem wir dem Wald Sympathie und Solidarität entgegenbringen. Hilfreich kann sein, bewusst langsam zu gehen, die Schritte achtsam zu setzen, sich immer mal wieder umzuwenden, nach links und rechts zu schauen, um mit diesen einfachen Mitteln dem Perspektivenwechsel eine Chance zu geben und zu erfahren, dass immer noch andere Perspektiven möglich sind.“

„Sich Neuem zu öffnen, vermeintlich Altbewährtes auch einmal hinter sich zu lassen und achtsam und verantwortungsbewusst mit uns und dem uns Umgebenden umzugehen, all das ist heute wichtiger denn je. Ich hoffe, dieser neue Pfad kann ein klein wenig beim Umdenken helfen“, sagte Nationalparkleiter Manfred Großmann abschließend.

 

Manfred Großmann
Nationalparkleiter

Kontakt

Ansprechpartner_in

Cornelia Otto-Albers

0361/57 3914 008