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Nationalpark Hainich heißt Gäste aus Albanien willkommen

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v.l.: Ardi Balla, Vorstandsmitglied von NCETSDA (NGO), Ardi Boduri, Chef der Ranger, Prof. Spase Shumka, Leiter des Fachbereichs Biologie der Landwirtschaftlichen Universität Tirana, Nationalparkleiter Manfred Großmann, Manjola Omeri, Vertreterin der Gemeinde für den Tourismus, Xhek Nezha, Nationalparkleiter, Bajram Kullolli, Chef des Managements, Revierleiter Jens Wilhelm, Ranger Altin Ozuni und Ranger Gerd Frixel Foto: Cornelia Otto-Albers

Welterbefamilie „Buchenwälder“ rückt durch Partnerschaft näher zusammen

Die große Welterbestätte „Alte Buchenwälder und Buchenurwälder der Karpaten und anderer Regionen Europas“ soll näher zusammenrücken. Das wünscht sich Nationalparkleiter Manfred Großmann für die 78 Teilgebiete in zwölf europäischen Ländern. Der Nationalpark Hainich will mit einer Partnerschaft mit einem anderen Teilgebiet den Anfang machen. Auf der Suche nach einem geeigneten Partner wurde man schnell fündig: der Nationalpark Shebenik-Jablanica in Albanien. In diesen Tagen heißt der Hainich sieben Gäste aus diesem Gebiet willkommen - ein Gegenbesuch, denn bereits im Juni bereisten Manfred Großmann und Revierleiter Jens Wilhelm den dortigen Nationalpark. Neben Xhek Nezha, dem albanischen Nationalparkleiter, und drei seiner Mitarbeiter kommen eine Vertreterin der Gemeinde, ein Vorstandsmitglied eines Naturschutzverbandes sowie Prof. Spase Shumka, Leiter des Fachbereichs Biologie der Landwirtschaftlichen Universität Tirana, nach Thüringen.

„Wir sind Teil der Welterbefamilie. Gegenseitige Unterstützung ist aus meiner Sicht selbstverständlich. In der Partnerschaft mit einem albanischen Nationalpark sind wir sicherlich der stärkere Partner. Diese Verantwortung nehme ich gern an und hoffe, wir finden innerhalb unserer Familie viele Nachahmer“, sagt Nationalparkleiter Manfred Großmann. Tatsächlich übernimmt der Nationalpark eine Vorreiterrolle mit dieser Partnerschaft. Ziel ist es zum einen, Anregungen für die Arbeit vor Ort zu geben, z.B. für die Wanderinfrastruktur oder die Umweltbildung. Zum anderen sollen den Gästen Wertschätzung und Anerkennung für die wichtige und oft nicht leichte Naturschutzarbeit in Albanien gezeigt werden.

Die Finanzierung des Besuches erfolgt über den Förderverein des Nationalparks, die „Gesellschaft zur Entwicklung des Nationalparks“ (GEN). Der Verein stellte auch Mittel zur Verfügung, um die Ranger in Albanien mit Rucksäcken auszustatten.

Der Nationalpark Shebenik-Jablanica ist 339 km² groß und befindet sich im Osten des Landes an der Grenze zu Mazedonien. Der Park wurde erst 2008 eingerichtet und gehört seit 2017 mit einem 21 km² großen Urwald zum UNESCO-Welterbe „Buchenwälder“. Ebenso zählt das gesamte Grenzgebiet zwischen Albanien und Mazedonien zum „Green Belt Europe“, eine interessante Parallele zum sehr viel kleineren Geschwister, dem Grünen Band Thüringens.

Manfred Großmann
Nationalparkleiter

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