Einzelansicht

Insektenkundler treffen sich im 20-jährigen Nationalpark Hainich

Pressemitteilungen vom

Das Kleine Nachtpfauenauge ist ein sehr hübscher Vertreter der Schmetterlinge im Nationalpark. Er ist nicht allzu schwer zu bestimmen. Foto: Ronald Demuth

Experten helfen bei der Inventarisierung der vorkommenden Arten

 

Die 111. Tagung der Thüringer Entomologen findet zum wiederholten Male am Nationalpark Hainich statt. Auf Einladung von Nationalparkleiter Manfred Großmann anlässlich des 20. Geburtstages des Nationalparks tagen die Insektenkundler am Samstag (28.04.) in Kammerforst.

Schon seit vielen Jahren gibt es eine enge Zusammenarbeit zwischen Thüringer Entomologen und der Nationalparkverwaltung bei der Inventarisierung des Nationalparks. Anliegen des Nationalparks ist es, einen möglichst vollständigen Überblick über die im Nationalpark vorkommenden Arten zu bekommen. Die allermeisten Arten gehören zu den Insekten; darunter sind viele Gruppen, die sehr schwer zu bestimmen sind. Hier kommen die im Entomologenverband organisierten Experten ins Spiel. Koordiniert vom Vorsitzenden Ronald Bellstedt konnten daher in den vergangenen Jahren viele Artengruppen bearbeitet werden.

Einige Zahlen: Während die Zahl der Libellen- und Heuschreckenarten mit 44 bzw. 24 noch recht überschaubar ist, sind es bei den Wanzen 199 Arten, bei den Wildbienen 343 Arten und bei Schmetterlingen schon 806 Arten. Sehr speziell und artenreich wird es bei den Zweiflüglern - das sind Fliegen und Mücken - mit 1.291 Arten. Und die artenreichste Gruppe sind die Käfer mit 2.144 Arten. Zum Vergleich: Bei den Säugetieren im Nationalpark sind es rund 50 Arten, bei den Vögeln weniger als 200.

"Ich danke den Thüringer Entomologen für ihre Unterstützung und freue mich auf die weitere Zusammenarbeit", so Nationalparkleiter Manfred Großmann, der die Tagung mit einem Vortrag über den Hainich eröffnet. Zum Abschluss wird es noch einen Vortrag über den Skabiosen-Scheckenfalter geben, ein Schmetterling, für dessen Erhalt der Nationalpark offensichtlich sogar aus bundesweiter Sicht eine herausragende Rolle spielt.

Manfred Großmann
Nationalparkleiter

Kontakt

Ansprechpartner_in

Cornelia Otto-Albers

0361/57 3914 008