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Ebereschen-Apfel-Brombeermarmelade, Hagebuttenbonbons, Schlehenlikör

Ornithologie vom

Eine Amsel frisst die Beeren des Weißdornes. Foto: Daniel Storch

Klingt verlockend - oder?

Die Früchte der Natur haben Menschen von je her in besonderem Maße genutzt. Ob zu medizinischen Zwecken, als mehr oder minder wohlschmeckende Nahrungsergänzung oder einfach als überlebenssichernder Wintervorrat - Nährstoffe, Mineralien und Spurenelemente liefern dem Körper Energie und fördern die Widerstandsfähigkeit.

Von Natur aus können sich Tiere die große Palette an vegetarischen Kraftspendern zu Nutze machen. Insbesondere sogenannte Standvögel profitieren von der Fähigkeit, ihren Stoffwechsel dem Nahrungsangebot anzupassen. Stehen bei Amsel, Kleiber, Meisen und Spechten im Sommer Insekten ganz oben auf der Speisekarte, dienen mit Einsetzen der kalten Jahreszeit mehr und mehr pflanzliche Komponenten der Energiegewinnung. Früchte mit hohem Zuckergehalt, ölhaltige Nüsse oder Samen sind begehrt und ermöglichen es diesen Arten - ohne anstrengenden Zug nach Süden - die langen frostigen Nächte des mitteleuropäischen Winters zu überstehen.

Der Herbst dieses Jahres bietet davon im Überfluß. Fallobst stapelt sich unter Pflaumen-, Apfel- und Birnenbäumen. Eicheln und Bucheckern säumen Waldwege, knirschen unter den Füßen des Wanderers und stellen seine Standfestigkeit auf die Probe. Die Last der unzähligen Dolden zieht die biegsamen Zweige der Ebereschen weit herunter. Ein Fest für Stare und Wacholderdrosseln. Das lichter werdende Laub an Schlehen und Weißdorn gibt den Blick frei auf reichlich Beeren, die mit tiefblauen und blutroten Farben locken. Sie werden voraussichtlich noch weit über den Jahreswechsel den Bedarf der überwinternden Amseln decken.

Und was die eingangs erwähnten Leckereien betrifft: Selber machen oder kaufen - jeder wie er mag - es lohnt sich bestimmt.

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