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Buchenzielwurf, viele Fragen und ein Frischling

Praktikanten-Tagebuch vom

Ein ganzer Klassenraum nur für den Nationalpark, beim "Tag der offenen Tür" im Ernst-Abbe-Gynamsium in Eisenach. Foto: Christian Heinz

Ende Februar diesen Jahres, Samstagmorgen, neun Uhr. Eigentlich Wochenende. Doch an diesem Tag rief die Arbeit für mich. Das Ernst-Abbe-Gymnasium in Eisenach führte seinen alljährlichen "Tag der offenen Tür" durch für Schüler, Eltern, Großeltern und womöglich zukünftige "Abbeaner". Als Patenschule durften wir vom Nationalpark Hainich natürlich nicht fehlen. Ein ganzer Klassenraum wurde uns zugewiesen, um den Nationalpark und die Patenwald-AG vorzustellen.

Am Tag zuvor planten Dominik und ich, was wir zum "Tag der offen Tür" den Besuchern alles zeigen wollen und packten alles zusammen. Mit im Gepäck waren ein Frischling, ein Fuchswelpe und eine Saatkrähe. Natürlich keine echten Exemplare, sondern Präparate. Tierarten, die bei uns am heimischen Gartenzaun vorkommen, man aber nicht so leicht zu sehen bekommt. Auch an spielerischen Aktionen hatten wir einiges dabei. Eine Duftorgel, bei der durch Betätigung der Taste ein Duft hinausströmt, soll das Wissen über die Düfte verschiedener Küchengewürze stärken. Für die Jüngeren stand eine Zielwurfbox bereit. Die Teilnehmer müssen hierbei genügend Bälle in eine Waagschale werfen, um das Gewicht so zu verlagern, dass ein symbolischer Buchenkeimling hinaussprießt.

Zwei Lehrerinnen halfen uns dabei, alles aufzubauen, sodass pünktlich um zehn alles bereit war. Mit der Zeit kamen die ersten Besucher in unseren Raum hinein. Die Kinder gingen zielstrebig auf die Bälle zu und versuchten sich beim Zielwurf, während sich ihre Eltern bzw. Großeltern bei Dominik an der Duftorgel testeten. Ab und zu übernahmen die Lehrerinnen die Leitung des Zielwurfes, sodass ich etwas zu den ausgestellten Präparaten erzählen oder Fragen rund um den Hainich beantworten konnte. Der Frischling war von den drei Präparaten ein wahrer Magnet für viele kleine Kinder, die unbedingt einmal über dessen Rücken streichen wollten. Aber es dann mit dem Hinweis, dass das Präparat sehr fragil sei und andere Kinder auch noch den Frischling genauestens anschauen wollen, doch unterließen. Besonders Eltern erkundigten sich nach angenehmen Wanderrouten durch den Nationalpark, denen ich sehr weiterhelfen konnte. Viele Besucher verließen unseren Raum mit neuen Erkenntnissen rund um den Hainich und die Natur.

Gegen zwei Uhr am Nachmittag war die Veranstaltung vorbei. Nach dem Aufräumen bedankten sich die Lehrerinnen bei Dominik und mir für die tatkräftige Unterstützung und den gelungenen Tag. Und ich konnte nun auch das Wochenende genießen.

Christian Heinz
FÖJler

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