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Blumen und Wald – ein typischer Tag auf der BUGA

Praktikanten-Tagebuch vom

Eine angelegte Gartenschau hat auf den ersten Blick nun wirklich nichts mit einem Nationalpark und einem Wald auf dem Weg zum Urwald zu tun. Also was suche ich als Praktikantin des Nationalparks Hainichs so oft auf der Bundesgartenschau in Erfurt?
Ein Nationalpark hat neben dem Prozessschutz für die Natur noch andere Aufgaben. Neben der Forschung zählen hierzu auch Bildung und Erholung. Und auf der Bundesgartenschau sind sehr viele Menschen anzutreffen, die Naturbegeistert und Wissbegierig sind. Aus diesem Grund stehen wir mit unserem Urwaldmobil in Erfurt auf der BUGA und informieren über den Nationalpark als Wandergebiet oder über die dort heimische Fauna und Flora.
Ein Tag auf der BUGA beginnt immer mit dem Aufbauen des Urwaldmobils. Es werden Flyer und Infomaterial raus gestellt und Holztiere vor das Mobil drapiert. Direkt danach muss eine kleine Stationsrallye aufgebaut werden. Es steht nämlich eine Grundschulführung auf dem Plan. Die Umweltbildung erfolgt nämlich nicht gezwungenermaßen nur im Nationalpark selbst, sondern auch außerhalb. Doch bevor die Schüler*innen ihr Wissen bei der Rallye überprüfen dürfen, wird Anhand eines großen Wimmelbildes erst mal geklärt was so einen Urwald überhaupt ausmacht (Es ist nämlich kein Wald in dem ganz viele Uhren hängen). Anschließend gehen die Kinder auf Erforschungstour. Welche Elemente eines Urwaldes können auf der BUGA gefunden werden und wie viel Urwald steckt auf so einer Gartenausstellung überhaupt? Viele Tiere und Pflanzen können auf jeden Fall gefunden werden. So manches Kind hat schon Babykrokodile, Garnelen oder Drachen entdeckt (es handelte sich hierbei immer um Teichmolche). Aber Totholz, das auf jeden Fall in einen Urwald gehört, konnte noch kein Kind finden. Dafür ganz viele Wege, Gebäude und gemähte Flächen. Daher das Urteil der Kinder: Das hier ist eher kein Urwald.
Nachmittags ist dann die Betreuung des Urwaldmobils angesagt. Das Urwaldmobil ist unser mobiler Stand, der mit vielen präparierten Tieren kleine und große Besucher*innen anlockt. Das Erraten der Tiere ist hierbei immer beliebt auch wenn Arten wie Siebenschläfer und Grauspecht es den meisten nicht leicht machen. Viele der Tiere werfen Fragen auf und Verhaltens- und Lebensweise werden geklärt. Aber auch das Interesse am Nationalpark an sich ist groß und die Resonanz sehr positiv.
Am Abend wird wieder zusammen gepackt. Somit geht ein langer, aber auch ein sehr interessanter Tag zu Ende. Nicht nur um viele Begegnungen mit Menschen, sondern auch um die ein oder andere Tiergeschichte reicher, fahre ich wieder nach Hause.

Julia Royek
Commerzbank-Umweltpraktikantin

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