Nationalpark Hainich - Rss Feed https://www.nationalpark-hainich.de/ de Nationalpark Hainich Sun, 05 Apr 2020 00:33:15 +0000 Sun, 05 Apr 2020 00:33:15 +0000 Nationalpark Hainich news-537 Mon, 30 Mar 2020 15:32:33 +0000 Rundwanderweg Sulzrieden mit neuem Verlauf https://www.nationalpark-hainich.de/de/aktuelles/aktuelles-presse/einzelansicht/rundwanderweg-sulzrieden-mit-neuem-verlauf.html Ziel: Mehr Ruhe für die Welterbefläche

Der Rundwanderweg Sulzrieden liegt auf der Westseite des Nationalparks. Er startet beim Wanderparkplatz Mallinde bei Berka v.d. Hainich und führt über die sagenumwobene Silberbornlinde und die Wüstung Sulzrieden hinein in die UNESCO-Welterbefläche. Die Erfahrungen der vergangenen zwanzig Jahre zeigen, dass dieser Wanderweg relativ gering frequentiert wird und durch seine Steilheit auch schwer zu begehen ist. Ohne dem Besucher den Naturgenuss zu schmälern kann eine Teilstrecke dieses Wanderweges verlegt werden und damit noch mehr Ruhe in die Welterbefläche im Hainich eingebracht werden. Hinzu kommt, dass gerade bei diesem rückzubauenden Wegeabschnitt rund um den sogenannten Burgberg eine deutlich erhöhte Gefährdung von den dort flächig absterbenden alten Buchen ausgeht.

" Ich bin froh, dass wir mit der Verlegung des Wanderweges eine gute Lösung für zwei Probleme finden konnten. Natürlich bleibt auch weiterhin die Verbindung der Wanderparkplätze Mallinde und Craulaer Kreuz über das Lange Tal bestehen", sagt Nationalparkleiter Manfred Großmann.

Trockenheit, hohe Temperaturen und permanente Sonneneinstrahlung der vergangenen zwei Jahre brachten die Rotbuchen insbesondere auf den südwestexponierten und flachgründigen Standorten der Westseite an ihre Grenzen. Das betrifft auch den Bereich um den Burgberg. Da der Klimawandel hier sehr augenscheinlich ist, sollen perspektivisch Infotafeln den Rundwanderweg Sulzrieden ergänzen.

Cornelia Otto-Albers
Pressesprecherin

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news-534 Tue, 17 Mar 2020 12:37:42 +0000 Vorerst keine geführten Wanderungen im Nationalpark Hainich https://www.nationalpark-hainich.de/de/aktuelles/aktuelles-presse/einzelansicht/vorerst-keine-gefuehrten-wanderungen-im-nationalpark-hainich.html Absage sämtlichen Publikumsverkehrs soll Covid 19-Pandemie eindämmen

Aufgrund der aktuellen Lage hat die Nationalparkverwaltung Hainich beschlossen, ab sofort und zunächst bis 17. April sämtlichen Publikumsverkehr einzustellen. Dazu zählen Rangertouren, geführte Wanderungen, Aktivitäten der Juniorranger und Patenwaldschulen. Ebenso finden die Veranstaltungen des MITMACHEN-Programmes bis Mitte April nicht statt. Selbstverständlich sind ebenfalls alle umweltpädogogischen Veranstaltungen mit Schulklassen ausgesetzt, die Umweltbildungsstation bleibt geschlossen. Die Nationalparkinformationen in Kammerforst und auf dem Harsberg bleiben geschlossen, desgleichen das Nationalparkzentrum an der Thiemsburg, der Baumkronenpfad und das Wildkatzendorf Hütscheroda. Die Nationalparkverwaltung hofft, mit diesen Maßnahmen einen Beitrag zur Eindämmung des Corona-Virus zu leisten.

"Bei aller Schwierigkeit dieser Situation gibt es eine gute Nachricht: Wer das frühlingshafte Wetter in Thüringens Nationalpark und UNESCO-Weltnaturerbe genießen möchte, hat dazu ausgiebig Gelegenheit: 19 Rundwanderwege stehen zur Verfügung. Der Wald zeigt derzeit eine seiner schönsten Seiten. Vielerorts blühen die Frühblüher, die Knospen der Sträucher und Bäume treiben aus und die Vögel zwitschern ihre Lieder. Nutzen Sie diese Kraft, die die Natur uns gibt!", rät Nationalparkleiter Manfred Großmann.

Cornelia Otto-Albers
Pressesprecherin

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news-533 Wed, 11 Mar 2020 13:58:08 +0000 Ab dem Sommer lädt die Waldpromenade zum Flanieren ein https://www.nationalpark-hainich.de/de/aktuelles/aktuelles-presse/einzelansicht/ab-dem-sommer-laedt-die-waldpromenade-zum-flanieren-ein.html Neuer, barrierefreier Rundwanderweg am Nationalparkzentrum an der Thiemsburg im Bau

Seit September 2019 wird am Nationalparkzentrum an der Thiemsburg fleißig gebaut. Direkt an der Straße entsteht ein Kinderspielplatz der Extraklasse. Doch weiter hinten, ganz verborgen im Wald, befindet sich eine weitere Baustelle. Ein neuer, barrierefreier und mit 1,2 km recht kurz gehaltener Rundwanderweg schlängelt sich reizvoll zum Teil auf Holzstegen durch den Wald. Mehrere Ruheinseln wie die WaldBar oder die WaldWonne und wenige Aktionselemente wie das WaldKonzert laden zum Verweilen, Ausruhen und Lauschen ein. Die Eröffnung der Waldpromenade ist Ende Juni geplant.

Das Nationalparkzentrum ist gemeinsam mit dem Baumkronenpfad der erste Anlaufpunkt für die meisten Besucherinnen und Besucher des Nationalparks. Jährlich kommen etwa 150.000 Menschen hierher. Die leichte Erreichbarkeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist dabei ebenso wichtig wie die Fern-, Rund- und Radwege, die hier entlangführen. Was bisher fehlte war ein barrierefreier, kurzer Wanderweg, der sowohl für Menschen mit Einschränkungen und ältere Menschen als auch junge Familien gleichermaßen attraktiv ist. Die Idee einer Waldpromenade entstand, die im wahrsten Wortsinn zum Lustwandeln einlädt und eine hohe Flanierqualität aufweist.

"Ich bin mir ganz sicher, dass dieser kleine, aber feine Rundwanderweg unsere Besucher begeistern wird. Mit seinem urwaldartigen Waldbestand, den wassergefüllten Senken, Märzenbecherteppichen, zahlreichen umgestürzten Bäumen, großen Wurzeltellern und dicken, alten Buchen ist er zu jeder Jahreszeit reizvoll. Seine spezielle Gestaltung mit einer Kombination aus Holz und Stahl machen ihn zu etwas Besonderem im Nationalpark", sagt Nationalparkleiter Manfred Großmann.

Cornelia Otto-Albers
Pressesprecherin

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news-532 Tue, 03 Mar 2020 14:15:55 +0000 Nationalpark Hainich unterzeichnet bei Initiative „Einfach jetzt machen“ https://www.nationalpark-hainich.de/de/aktuelles/aktuelles-presse/einzelansicht/nationalpark-hainich-unterzeichnet-bei-initiative-einfach-jetzt-machen.html Selbstverpflichtung zu mehr Klimaschutz im Rahmen verwaltungsinterner Aktivitäten

Mit der Unterzeichnung der Initiative des Bergwaldprojektes e.V. "Einfach jetzt machen" verpflichtet sich die Nationalparkverwaltung Hainich zusammen mit vielen anderen Organisationen und Unternehmen zu aktivem Klimaschutz. Dazu gehört beispielsweise, den Strombedarf zu 100 % mit Ökostrom zu decken oder bei Veranstaltungen nur noch biologisch, saisonal und regional bzw. fair produzierte Lebensmittel zu nutzen.

"Mit der Unterzeichnung wollen wir ein klares Zeichen setzen. Die Politik tut sich nach wie vor sehr schwer, den dringend notwendigen Klimaschutz durchzusetzen. Deshalb sind alle gesellschaftlichen Akteure aufgefordert, ab sofort selbst zum Schutz heutiger und zukünftiger Generationen wirkungsvoll zu handeln: Jeder kann etwas tun, fangen wir jetzt an!", sagt Nationalparkleiter Manfred Großmann.

Dass der Klimawandel auch vor der Haustür der Nationalparks angekommen ist, wurde im Frühsommer 2019 deutlich. Trockenheit, hohe Temperaturen und intensive Sonneneinstrahlung setzten den Bäumen teils stark zu. Insbesondere ältere Buchen wiesen in Teilbereichen des Nationalparks nur sehr spärlich belaubte Kronen auf. Einige dieser Buchen starben im Laufe des Sommers ab.

Mehr Informationen zur Initiative unter www.einfach-jetzt-machen.de.

Cornelia Otto-Albers
Pressesprecherin

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news-531 Thu, 27 Feb 2020 08:11:47 +0000 Märzenbecher eröffnen im Nationalpark Hainich den Reigen der Frühblüher https://www.nationalpark-hainich.de/de/aktuelles/aktuelles-presse/einzelansicht/maerzenbecher-eroeffnen-im-nationalpark-hainich-den-reigen-der-fruehblueher.html Beim Waldspaziergang Gefahren durch herunterfallende Äste nicht unterschätzen

Etwa drei Wochen früher als in den vergangenen Jahren stehen derzeit im Nationalpark Hainich die Märzenbecher in voller Blüte. Nicht ohne Grund werden diese eleganten Pflanzen auch Märzglöckchen genannt. Sie läuten den Frühling ein und eröffnen damit den Reigen der Frühblüher. Insofern ist ein Spaziergang beispielsweise auf dem Naturpfad Thiemsburg entlang des Steingrabens derzeit besonders lohnenswert. Aufgrund der zahlreichen Stürme in den vergangenen Wochen ruft die Nationalparkverwaltung allerdings zu besonderer Vorsicht auf.

"Auch wenn die frühe Blüte wahrscheinlich ein Zeichen des fortschreitenden Klimawandels ist, zeigt sich der Anblick der weiß leuchtenden Märzenbecher als Genuss für alle Sinne. Lassen Sie allerdings auch Vorsicht walten und achten Sie auf abgestorbene und herabhängende Äste oder schräg stehende Bäume! Auch an windstillen Tagen können diese jederzeit zu Boden stürzen. Bei starkem Wind oder gar Sturm verbietet der gesunde Menschenverstand einen Besuch im Wald", sagt Nationalparkleiter Manfred Großmann.

Wie in allen deutschen Nationalparks gilt auch im Nationalpark Hainich das Motto "Natur Natur sein lassen". Sogenannte waldtypische, sich aus der Natur ergebende Gefahren werden hier grundsätzlich nicht beseitigt. Absterbende und abgestorbene Bäume werden weder gefällt noch umgezogen, sondern stürzen auf natürliche Weise zusammen und verbleiben dann als ökologisch wertvolles Totholz im Wald.

Cornelia Otto-Albers
Pressesprecherin

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news-530 Tue, 25 Feb 2020 09:21:05 +0000 Wildniscamp im Nationalpark Hainich – Anmeldungen ab sofort möglich https://www.nationalpark-hainich.de/de/aktuelles/aktuelles-presse/einzelansicht/wildniscamp-im-nationalpark-hainich-anmeldungen-ab-sofort-moeglich-2.html Abenteuer, Wildnis und ganz viel Natur für Kinder ab sechs Jahren

Drei Tage und zwei Nächte unter freiem Himmel verbringen, die Wildnis im "Urwald mitten in Deutschland" erleben, gemeinsam einen Unterschlupf für die Nacht mit Blick auf den Sternenhimmel einrichten, den Wald erkunden, Essen kochen und bei einer Nachtwanderung die Orientierung im Dunkeln üben - das erwartet Kinder und Jugendliche von 6 bis 15 Jahren beim "Wildniscamp 2020". Noch gibt es dafür freie Plätze. Anmeldungen sind ab sofort möglich!

Eltern können ihre Kinder bei der Nationalparkverwaltung unter Nationalpark.Hainich(at)NNL.thueringen.de, Betreff "Wildniscamp" anmelden. Es werden drei Camps angeboten:

→ Wildniscamp I, vom 05.08. - 07.08.2020 (10-15 Jahre)

→ Wildniscamp II, vom 17.08. - 19.08.2020 (6-10 Jahre)

→ Wildniscamp III, vom 20.08. - 22.08.2020 (10-15 Jahre)

Die Teilnahmegebühr beträgt 90 Euro pro Teilnehmer. Das Camp findet ab einer Mindestteilnehmerzahl von je 6 Personen statt, maximal können jeweils 15 Personen teilnehmen. Die Teilnehmer werden nach der Reihenfolge der Anmeldung in der Nationalparkverwaltung berücksichtigt.

Cornelia Otto-Albers
Pressesprecherin

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news-529 Thu, 20 Feb 2020 14:24:43 +0000 Inventur von Rothirsch und Co. in den deutschen Nationalparks https://www.nationalpark-hainich.de/de/aktuelles/aktuelles-presse/einzelansicht/inventur-von-rothirsch-und-co-in-den-deutschen-nationalparks.html Gemeinsames Wildtiermonitoring - Bereits 200.000 Fotofallenbilder

Wie viele Huftiere streifen in den deutschen Nationalparks umher? Und welchen Einfluss haben die Tiere auf die natürliche Waldentwicklung? Um diese Fragen zu beantworten, arbeiten die deutschen Großschutzgebiete momentan gemeinsam an einem vom Bundesamt für Naturschutz (BfN) finanzierten Forschungs- und Entwicklungsvorhaben. Auch der Nationalpark Hainich ist dabei. Im Rahmen eines Projektworkshops kamen Vertreter deutscher Nationalparke sowie knapp 20 Wissenschaftler aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und Polen im nordhessischen Bad Wildungen, am Rande des Nationalparks Kellerwald-Edersee, zusammen, um über den aktuellen Stand des Projektes zu diskutieren.

Bereits beim Auftaktworkshop des Mammutprojektes im Frühjahr 2019 hatten sich die Nationalparks auf die Durchführung eines einheitlichen Populationsmonitorings mit Hilfe von Fotofallen - also automatischen Wildtierkameras - geeinigt und dafür einen einjährigen Probelauf beschlossen. "Seit Oktober 2019 sind bundesweit insgesamt 643 Fotofallen in zehn Großschutzgebieten im Einsatz", erklärt Dr. Christian Fiderer, Projektkoordinator an der Universität Freiburg. "Allein in den ersten beiden Monaten des Testlaufs sind bereits weit mehr als 200.000 Fotofallenbilder bei uns eingegangen, die es jetzt wissenschaftlich auszuwerten gilt." Im Nationalpark Hainich wurden 69 Fotofallen aufgestellt, die bisher, d.h. in der Zeit von Oktober 2019 bis Februar 2020, ca. 80.000 Fotos aufgenommen haben.

"Ziel des Projekts ist es, Zusammenhänge zwischen der Populationsgröße einzelner Huftierarten und deren Wirkung auf das Ökosystem zu erforschen sowie ein langfristiges Wildtiermonitoring in den Nationalparks zu etablieren", erklärt PD. Dr. Marco Heurich, wissenschaftlicher Leiter des Projekts und Abteilungsleiter des Nationalparks Bayerischer Wald. "Nur so kann letztendlich ein sinnvolles und nachhaltiges Management der Huftierbestände in den Nationalparks erfolgen." Bei Huftieren handelt es sich dabei um folgende Arten: Rothirsch, Damhirsch, Reh, Wildschwein, Gämse und Mufflon

Erstmals nationalparkübergreifender Ansatz mit standardisiertem Testlauf

Zusammen mit den Ergebnissen des Wildwirkungsmonitorings, welches im März dieses Jahres startet und u.a. die Aufnahme des Verbisses von jungen Bäumen beinhaltet, sollen die Auswertungen der Fotofallenbilder wichtige Informationen zum Einfluss der Huftiere auf die Waldentwicklung in den Nationalparks liefern. Doch damit nicht genug: An den aktuellen Probebetrieben nehmen neben dem Nationalpark Bayerischer Wald auch die Nationalparks Berchtesgaden, Schwarzwald, Hainich, Kellerwald-Edersee, Hunsrück-Hochwald, Eifel, Harz und Müritz sowie das Naturschutzgebiet Königsbrücker Heide teil. "In diesem Umfang stellt das Projekt somit zumindest in Europa ein bislang einzigartiges Unterfangen dar", so Fiderer. "Bisher unterschieden sich die beim Wildtiermonitoring eingesetzten Methoden in den einzelnen Nationalparks zum Teil sehr, so dass sich Erkenntnisse über Wildtier-Umwelt-Beziehungen in der Regel lokal auf einzelne Schutzgebiete beschränkten." Die Teilnahme fast aller terrestrischen Nationalparks Deutschlands an einem streng standardisierten Testlauf erlaubt es nun erstmalig, diese Wechselbeziehungen in einem größeren Kontext nationalparkübergreifend und somit auch in Abhängigkeit zu verschiedenen Waldökosystemen zu untersuchen.

Cornelia Otto-Albers
Pressesprecherin

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news-528 Thu, 30 Jan 2020 14:19:10 +0000 Neue Führung „Klimawandel vor der Haustür“ im Nationalpark Hainich https://www.nationalpark-hainich.de/de/aktuelles/aktuelles-presse/einzelansicht/neue-fuehrung-klimawandel-vor-der-haustuer-im-nationalpark-hainich.html Angebot für Schulklassen ab sofort buchbar

Ab Mai 2020 bietet die Nationalparkverwaltung Hainich eine neue Führung zum Thema Klimawandel an. Im Rahmen ihrer Programme für Schulklassen richtet sie sich insbesondere an Schülerinnen und Schüler der neunten bis zwölften Klassen. Durchgeführt wird sie vom Umweltbildungsteam des Nationalparks. Wie bei allen Führungen des Nationalparks ist die Teilnahme kostenlos.

"Geringe Niederschläge, längere Trockenperioden, höhere Temperaturen, viele heiße Tage und die starke Sonneneinstrahlung der beiden letzten Jahre haben den Bäumen stark zugesetzt. Es sind bisher nur wenige Prozent der Waldfläche des Nationalparks, die starke Blattverluste bis hin zum Totalausfall gerade bei älteren Buchen aufweisen. Dennoch ist der Klimawandel nun auch im Nationalpark sichtbar angekommen", sagt der stellvertretende Nationalparkleiter Rüdiger Biehl. Diese Veränderungen werden den Schülerinnen und Schüler während der etwa vierstündigen Führung gezeigt und dabei viele Fragen rund um den Klimawandel beantwortet, z.B.: Was ist der Unterschied zwischen Klima und Wetter? Warum wandelt sich das Klima? Welchen Einfluss hat der Wald auf das Klima? Wie kann ich durch mein eigenes Verhalten zum Schutz des Klimas beitragen?

Interessierte Lehrerinnen und Lehrer können diese Führung ab sofort buchen. Ansprechpartnerin in der Nationalparkverwaltung Hainich ist Sophie Büchner (Sophie.Buechner@nnl.thueringen.de, Tel.: 0361/57 3914 024).

Cornelia Otto-Albers
Pressesprecherin

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news-527 Mon, 27 Jan 2020 16:27:07 +0000 15 neue Nationalparkführer zertifiziert https://www.nationalpark-hainich.de/de/aktuelles/aktuelles-presse/einzelansicht/15-neue-nationalparkfuehrer-zertifiziert.html Wertvolle Verstärkung für die Umweltbildungsarbeit im Nationalpark

Am Freitag, den 24.01.2020, überreichte Nationalparkleiter Manfred Großmann die Zertifikate für 15 neue Nationalparkführerinnen und -führer und gratulierte herzlich. Fortan dürfen sie den Besucherinnen und Besuchern des Nationalparks ihre Umweltbildungsangebote wie Wanderungen oder thematische Exkursionen als Zertifizierte Natur- und Landschaftsführer/in (ZNL) anbieten. Die Übergabe der Zertifikate erfolgte im Hotel-Restaurant "Graues Schloss" in Mihla, das langjähriger Partner des Nationalparks Hainich ist.

Alle Frauen und Männer hatten im Herbst 2019 an einem Ausbildungslehrgang teilgenommen, an dessen Ende eine erfolgreich absolvierte Prüfungswanderung stand. "Die Ausbildung zum ZNL hat es durchaus in sich. In 94 Unterrichtseinheiten werden von den Teilnehmenden u.a. naturwissenschaftliche, geschichtliche und rhetorische Grundlagen sowie ein Grundwissen über den Nationalpark erworben. Weitere Lehrgangsthemen sind betriebswirtschaftliche Fragen und Grundlagen zur selbstständigen Tätigkeit. Führungsdidaktik steht ebenfalls auf dem Programm. Mit dieser umfassenden Ausbildung und ihren breit gefächerten Interessenschwerpunkten sind die ZNL eine wertvolle Verstärkung unserer Umweltbildungsarbeit im Rahmen unserer MITMACHEN-Veranstaltungsangebote ", sagt Manfred Großmann.

Die Ausbildung wird vom Heimatbund Thüringen e.V. organisiert. Die Projektmittel entstammen dem ELER-Fonds, Programm "Entwicklung von Natur- und Landschaft", und werden durch das Thüringer Ministerium für Umwelt, Energie und Naturschutz (TMUEN) kofinanziert.

Cornelia Otto-Albers
Pressesprecherin

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news-526 Thu, 16 Jan 2020 12:26:43 +0000 Vorstellung der Jahresbilanz 2019 https://www.nationalpark-hainich.de/de/aktuelles/aktuelles-presse/einzelansicht/vorstellung-der-jahresbilanz-2019.html Klimawandel wird sichtbar und stellt Forschung und Umweltbildung vor große Herausforderungen

Ende 2019 ist der Nationalpark Hainich 22 Jahre alt geworden. Ähnlich wie in den Vorjahren konnten zahlreiche Projekte und Maßnahmen erfolgreich realisiert, Besuchern der Nationalpark näher gebracht und für die Welterberegion Wartburg Hainich geworben werden. Das vergangene Jahr war aber in einer Hinsicht ein Besonderes: Der Klimawandel ist im Nationalpark augenfällig angekommen, mit noch unabsehbaren Auswirkungen auf seine Arten und Lebensräume.

Absterbende Fichtenbestände waren in den letzten Jahren in vielen Landesteilen ein fast gewohnter Anblick. Dass aber auch Buchen vertrocknen und absterben, war 2019 ein ganz neues Phänomen. Die Kombination von Trockenheit, hohen Temperaturen, permanenter Sonneneinstrahlung und seit Jahren sinkender Bodenfeuchte hat sie an ihre Grenzen gebracht. Ab Ende Mai 2019 waren im Nationalpark die Folgen des Extremjahres 2018 selbst in naturnahen Waldbeständen deutlich sichtbar, insbesondere auf südwestexponierten und besonders flachgründigen Standorten. Auf 5 % der Waldfläche des Nationalparks war zirka ein Drittel des Bestandes alter Buchen komplett kahl. Der Rest der Buchen wies große Ausfälle in den Kronen auf und hatte eine nur spärliche Belaubung mit z.T. sehr kleinen Blättern. Nur wenige Buchen waren normal belaubt.

Sehr schnell war klar, dass diese Situation eine besondere Herausforderung für die Forschung im Nationalpark darstellt. Bereits Anfang Juli 2019 wurden mit Hilfe von Drohnen und einem Kleinflugzeug Luftbilder der Waldbestände erstellt. Im November gab es einen Forschungs-Workshop mit ca. 40 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern zu den Auswirkungen des Klimawandels im Hainich, wo über dringliche Forschungsfragen und Projekte diskutiert wurde. Im Nationalpark Hainich ist davon auszugehen, dass sich der Wald zumindest auf bestimmten Standorten in sehr kurzer Zeit sehr deutlich verändern wird. Das ist eine Entwicklung, die noch Anfang 2019 als unwahrscheinlich eingestuft worden wäre. Die sich aufdrängende Frage ist, ob - wie es die Klimaprognosen sagen - Extremjahre wie 2018 und 2019 in Zukunft zum Normalfall werden. Dies hätte noch kaum abzuschätzende Auswirkungen auf unser heutiges Waldbild und unterstreicht die immensen Gefahren des ungebremsten Klimawandels in höchst alarmierender Art und Weise.

Im Rahmen ihres Forschungsauftrages wird die Nationalparkverwaltung 2020 versuchen, den aktuellen Zustand der Waldbestände und die weitere Entwicklung möglichst umfassend zu dokumentieren. Mit seinen zirka 30 vorkommenden heimischen Baumarten und dem Grundsatz "Natur Natur sein lassen" ist der Hainich ein ideales Untersuchungsgebiet für die Frage, welche Laubbaumarten mit den neuen Gegebenheiten am besten zurechtkommen und wie die Natur mit dieser Entwicklung umgeht. Bereits Ende Mai 2020 steht der nächste Forschungs-Workshop an. Dann wird sich nach dem Laubaustrieb zeigen, welche Spuren die beiden vergangenen Jahre in den Beständen hinterlassen haben. Auch in der Umweltbildung wird 2020 der Klimawandel noch mehr in den Fokus gerückt.

Als weitere wichtige Ereignisse 2019 sind zu nennen:

- Die Nationalparkwacht hat sich durch die Einstellung neuer Kollegen weiter verjüngt

- Im April wurde der barrierefreie "Pfad der Begegnung" im Brunstal feierlich eröffnet

- Ebenfalls im April wurde die Wildkatzenscheune in Hütscheroda in überarbeiteter und inhaltlich um den Luchs ergänzter Form der Öffentlichkeit übergeben; Anfang September konnten dann zwei Luchse in das neue Freigehege einziehen

- Anfang Mai war der Hainich-Botschafter Andreas Kieling zu Besuch im Nationalpark und führte unsere Juniorranger

- Am 25. Juni, unserem Welterbe-Geburtstag, wurde der zweite Thüringer Urwaldpfad im Nationalpark Hainich eröffnet, d.h. ein Wanderweg hat dieses Prädikat bekommen

- Im Rahmen eines Projektes "Green Cut" filmten Schüler aus Mühlhausen die biologische Vielfalt im Hainich

- Im Oktober fand in Bad Langensalza die Tagung "Alte Buchenwälder" mit 80 Teilnehmern aus ganz Deutschland statt

- Zum Jahresende wurde die 100.000. Besucherin in der Nationalpark-Information Harsberg begrüßt

- Neue Wanderbuslinien haben das ÖPNV-Angebot rings um den Hainich verbessert

- Ende 2019 wurden die Feldarbeiten beim Schwarzwild-Forschungsprojekt abgeschlossen; die Auswertung soll u.a. Aufschluss über die Interaktionen zwischen Nationalpark und Umfeld geben

- Weiter in Bearbeitung ist der neue Nationalparkplan. Im Vorgriff darauf wurden Büsche und Sträucher entfernt, um die Beweidung auf 10 % der Nationalparkfläche zu sichern. Damit soll der Beitrag des Nationalparks zum europäischen Schutzgebietsnetz Natura 2000 gesichert werden

- Die 3. Waldinventur hat begonnen und wird Aufschluss darüber geben, wie weit der Hainich auf seinem Weg zum "Urwald mitten in Deutschland" vorangeschritten ist (im Rahmen der Waldinventur werden alle zehn Jahre auf festgelegten Flächen Bäume und Strukturen erfasst)

2020 sollen zwei große Bauprojekte fertiggestellt und der Öffentlichkeit übergeben werden:

- Der barrierefreie Wanderweg "Waldpromenade" an der Thiemsburg (Zielstellung ist eine Eröffnung am 25. Juni 2020)

- Erlebnis-Spielgelände "Im Reich des Fagati" an der Thiemsburg (Fertigstellung für Herbst 2020 angestrebt)

Die 2019 begonnene Erneuerung und Erweiterung der Beschilderung wird auch 2020 fortgesetzt. So werden an der Fuchsfarm, am Wartburgblick sowie an der Aussichtsplattform Schlehenblick neue Infotafeln aufgestellt.

Einige Zahlen:

- Besucherzahlen gesamt: 315.000 (2018: 330.000)

- Besucher am Baumkronenpfad: 150.000 (2018: 162.300)

- Besucher Wildkatzendorf: 27.400 (2018: 29.500)

- Führungen, Vorträge, Eröffnungen, Veranstaltungen mit insgesamt 10.400 Teilnehmern und Besuchern, davon allein 4.450 Schüler bei Führungen

- Fast 3.000 Fans auf facebook und fast 1.200 Follower auf Instagram

Es sind bisher nur wenige Prozent der Waldfläche des Nationalparks von starken Blattverlusten bis hin zum Totalausfall gerade bei älteren Buchen betroffen. Und es ist für einen Nationalpark ohne Forstwirtschaft und dem Motto "Natur Natur sein lassen" grundsätzlich kein Problem, wenn Einzelbäume oder sogar ganze Bestände absterben. "Aber", so Nationalparkleiter Manfred Großmann, "2019 hat deutlich gezeigt, dass auch ein strenges Schutzgebiet wie der Nationalpark Hainich den gravierenden Auswirkungen von außen ausgesetzt ist, sei es beim Klimawandel oder beim Insektensterben. Das sollte für uns alle zugleich Mahnung und Aufforderung sein, den umfassenden Schutz unserer Lebensgrundlagen für uns und nachfolgende Generationen zu gewährleisten."

Cornelia Otto-Albers
Pressesprecherin

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news-525 Thu, 09 Jan 2020 14:06:26 +0000 123 Veranstaltungen locken in den Nationalpark Hainich https://www.nationalpark-hainich.de/de/aktuelles/aktuelles-presse/einzelansicht/123-veranstaltungen-locken-in-den-nationalpark-hainich.html MITMACHEN bei geführten Themenwanderungen, Forschertagen, Kinderveranstaltungen, meditative Exkursionen und vielem mehr

Pünktlich zum Jahresbeginn gibt es auch im Jahr 2020 das MITMACHEN-Veranstaltungsprogramm des Nationalparks Hainich.  Der Name ist in diesem Fall tatsächlich Programm: Ob bei einer Tierspurenwanderung als Urwald-Detektiv, bei einer Märchenwanderung auf dem Feensteig, bei einer Nachtwanderung oder auch einer thematischen Exkursion über Pilze, Vögel, Bäume, Frühblüher und Sukzession, jeder kann bei insgesamt 123 größtenteils kostenlos angebotenen Veranstaltungen das Richtige finden und – MITMACHEN.

„Die thematische Bandbreite ist in unserem MITMACHEN- Veranstaltungsprogramm 2020 ganz besonders groß. Alt und Jung, Groß und Klein  - für jedermann sind spannende Angebote enthalten. Was mich alljährlich besonders freut: Bis auf die üblichen Eintrittspreise und Unkostenbeiträge für Materialien und Imbiss sind die Veranstaltungen kostenlos. Für ihren Einsatz gilt ein besonderer Dank unseren ehrenamtlichen Nationalparkführerinnen und Nationalparkführern“, betont Nationalparkleiter Manfred Großmann.

In diesem Jahr ziert eine Luchsfamilie die Titelseite des Faltblattes, eine Raubkatze, die auch im Hainich langsam wieder heimisch wird.

Ab sofort ist die gedruckte Version des Programms kostenlos in den Nationalpark-Infostellen und vielen touristischen Einrichtungen der Welterberegion erhältlich. Das MITMACHEN ist als Übersichtskalender gestaltet und enthält außer den Veranstaltungen auch noch entsprechende Kontaktadressen, wie die der Infostellen und des Baumkronenpfades, sowie die Öffnungszeiten der Umweltbildungsstation. Die wichtigsten Informationen wie Treffpunkt, Uhrzeit oder Dauer einer Veranstaltung, aber auch, ob eine Gebühr erhoben wird oder eine Anmeldung notwendig ist, sind auf dem ersten Blick zu erkennen, ausführlichere Informationen kann man der Internetseite unter www.nationalpark-hainich.de zu entnehmen. Hier ermöglicht eine Verknüpfung mit der interaktiven Wanderkarte jedem Besucher, seine Anreise zum jeweiligen Wanderparkplatz individuell zu berechnen.

Wer darüber hinaus noch Fragen zu einzelnen Veranstaltungen hat, kann sich gerne bei der Nationalparkverwaltung unter 0361/57 391 4000 informieren.

Cornelia Otto-Albers
Pressesprecherin

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news-523 Tue, 10 Dec 2019 12:31:47 +0000 Commerzbank-Umweltpraktikum im Nationalpark Hainich https://www.nationalpark-hainich.de/de/aktuelles/aktuelles-presse/einzelansicht/commerzbank-umweltpraktikum-im-nationalpark-hainich-4.html Jetzt bewerben für ein Frisch-Luft-Semester im UNESCO-Weltnaturerbe

Wer hat Lust, Besuchern des Nationalparks aus nah und fern das UNESCO-Weltnaturerbe Hainich näherzubringen? Wer möchte mit Kindern und Jugendlichen im Hainich unterwegs sein, ihnen die Nationalpark-Idee, Tiere und Pflanzen spielerisch, sinnlich und wissenschaftlich vermitteln? Im Rahmen des Commerzbank-Umweltpraktikums sind auch im kommenden Jahr wieder zehn Monate im Nationalpark Hainich zu vergeben. Ab sofort sind Bewerbungen möglich.

Gesucht werden Studierende, die für drei Monate, oder im Rahmen eines studentischen Pflichtpraktikums gern auch länger, aktiv werden möchten. Unterkunft und ein monatliches Entgelt werden von der Commerzbank finanziert. Studierende aller Fachrichtungen, die Begeisterung für die Natur hegen und gern ihr Wissen an andere weitergeben möchten, sind angesprochen. Geboten wird im Nationalpark Hainich ein abwechslungsreiches Praktikum, während dessen viele praktische Erfahrungen in einer Nationalparkverwaltung gesammelt und eigene Projekte in den Bereichen Umweltbildung und Öffentlichkeitsarbeit realisiert werden können.

Wer Interesse an dieser "Mitarbeit auf Zeit" im Nationalpark Hainich hat, kann sich bis zum 15. Januar 2020 auf www.umweltpraktikum.com online bewerben. Ansprechpartnerin in der Nationalparkverwaltung Hainich ist Carolin Mölich (Carolin.Moelich(at)nnl.thueringen.de).

Manfred Großmann
Nationalparkleiter

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news-522 Tue, 26 Nov 2019 08:38:24 +0000 100.000. Besucherin in der Nationalpark-Information Harsberg begrüßt https://www.nationalpark-hainich.de/de/aktuelles/aktuelles-presse/einzelansicht/100000-besucherin-in-der-nationalpark-information-harsberg-begruesst.html Informationsstelle ist idealer Ausgangspunkt für Wanderungen

Am Sonntagvormittag (24.11.2019) wurde in der Nationalpark-Informationsstelle Harsberg bei Lauterbach die 100.000. Besucherin begrüßt. Genau genommen war auch gleich die 100.001. Besucherin dabei, denn Gundula Graul informierte sich gemeinsam mit ihrer zweijährigen Tochter Inga. Revierleiter Jens Wilhelm überreichte Gundula Graul die schöne Hainich-Bildbroschüre „Urwald mitten in Deutschland“, und Inga bekam das neuerschienene Wimmelbuch „Zu Besuch im Nationalpark Hainich“. Obendrein hatte der Revierleiter eine Familienkarte für den Baumkronenpfad als Geschenk dabei. „Diese Ehrung kommt sehr überraschend und freut uns umso mehr“, sagte Gundula Graul.

Die Informationsstelle wurde Anfang April 2007 eröffnet und ist seitdem unentbehrlicher Anlaufpunkt zahlreicher Nationalparkbesucher. Das ist vor allem den qualifizierten Betreuern zu verdanken, die vor Ort die Idee des Nationalparks vermitteln. Besonderer Höhepunkt ist die der Hainichnatur nachempfundene Ausstellung mit verschiedenen Tierpräparaten, zum Beispiel der seltenen Wildkatze in einer Astgabel, einen Baummarder und ein Wildschwein. Die Ausstellung ist kostenlos und auch mit dem Rollstuhl problemlos erlebbar. Die Nationalpark-Information Harsberg ist von November bis März täglich von 10 bis 16 Uhr geöffnet.

In unmittelbarer Nachbarschaft befindet sich auf den Harsberg die 2006 eröffnete und sehr beliebte Jugendherberge „Urwald-Life-Camp“. Der Harsberg bietet den Besuchern eine beeindruckende Aussicht auf die umliegenden Dörfer und die Werra und ist idealer Ausgangspunkt für Wanderungen ins Nationalparkgebiet.

Manfred Großmann
Nationalparkleiter

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news-521 Thu, 14 Nov 2019 12:54:21 +0000 Commerzbank-Umweltpraktikum im Nationalpark Hainich https://www.nationalpark-hainich.de/de/aktuelles/aktuelles-presse/einzelansicht/commerzbank-umweltpraktikum-im-nationalpark-hainich-3.html Jetzt bewerben für ein Frisch-Luft-Semester im UNESCO-Weltnaturerbe

Wer hat Lust, Besuchern des Nationalparks aus nah und fern das UNESCO-Weltnaturerbe Hainich näherzubringen? Wer möchte mit Kindern und Jugendlichen im Hainich unterwegs sein, ihnen die Nationalpark-Idee, Tiere und Pflanzen spielerisch, sinnlich und wissenschaftlich vermitteln? Im Rahmen des Commerzbank-Umweltpraktikums sind auch im kommenden Jahr wieder zehn Monate im Nationalpark Hainich zu vergeben. Ab sofort sind Bewerbungen möglich.

"Das Commerzbank-Umweltpraktikum ist eine großartige Sache. Mir hat die Zeit im Nationalpark Hainich sehr viel Spaß gemacht. Die Aufgaben waren unglaublich vielseitig: Von den Vorträgen und Führungen mit Schulklassen im Rahmen der Umweltbildungsarbeit über die Präsentation des Nationalparks auf Veranstaltungen bis hin zum Aufbau von Ausstellungen - all das hat zu meinen Aufgaben gezählt", sagt der in diesen Tagen scheidende Commerzbank-Umweltpraktikant Jan Tenbrock. "2020 besteht das Umweltpraktikum seit 30 Jahren und es ist heute mindestens so aktuell wie bei seiner Gründung. Klimawandel, Umweltschutz und Artenvielfalt sind Themen, die die Gesellschaft stark bewegen", sagte Stefan Koch, Filialdirektor der Commerzbank in Mühlhausen. "Studierende können im Praktikum hautnah erleben, wie Ökosysteme funktionieren und was für ihren Erhalt getan werden muss. Solche Erfahrungen und Kompetenzen bereiten auch auf moderne Berufsfelder wie zum Beispiel das Umweltmanagement vor."

Gesucht werden Studierende, die für 3 Monate, oder im Rahmen eines studentischen Pflichtpraktikums gern auch länger, aktiv werden möchten. Unterkunft und ein monatliches Entgelt werden von der Commerzbank finanziert. Studierende aller Fachrichtungen, die Begeisterung für die Natur hegen und gern ihr Wissen an andere weitergeben möchten, sind angesprochen. Geboten wird im Nationalpark Hainich ein abwechslungsreiches Praktikum, während dessen viele praktische Erfahrungen in einer Nationalparkverwaltung gesammelt und eigene Projekte in den Bereichen Umweltbildung und Öffentlichkeitsarbeit realisiert werden können.

Wer Interesse an einer "Mitarbeit auf Zeit" im Nationalpark Hainich hat, kann sich bis zum 15. Januar 2019 auf www.umweltpraktikum.com online bewerben. Ansprechpartnerin in der Nationalparkverwaltung Hainich ist Carolin Mölich (Carolin.Moelich@nnl.thueringen.de).

Rüdiger Biehl
Stellvertretender Nationalparkleiter

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news-519 Mon, 11 Nov 2019 12:32:19 +0000 Workshop zu den Auswirkungen des Klimawandels im Hainich https://www.nationalpark-hainich.de/de/aktuelles/aktuelles-presse/einzelansicht/workshop-zu-den-auswirkungen-des-klimawandels-im-hainich.html 40 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler fordern mehr Unterstützung von der Landesregierung

Infolge der außergewöhnlich trockenen und warmen Jahre 2018 und 2019 ist es in den unbewirtschafteten Wäldern des Nationalparks und den angrenzenden Wirtschaftswäldern zu einem unerwartet großen Baumsterben gekommen. Unter dem Eindruck dieser sichtbaren Veränderungen im Wald lud die Nationalparkverwaltung Vertreter aus Wissenschaft, Forst und Naturschutz zum Workshop "Auswirkungen des Klimawandels im Hainich" ein. Rund 40 Wissenschaftler von deutschlandweit acht Universitäten und Hochschulen, Instituten, Landesämtern und Akteure aus Luft- und Raumfahrt folgten am 8.11. der Einladung nach Bad Langensalza.

Ziel der Veranstaltung war es, eine Vernetzung der Akteure aus den unterschiedlichsten Forschungsgebieten zu erreichen und wissenschaftliche Fragestellungen zu entwickeln. Neben der Dokumentation des Ist-Zustandes soll es mit Hilfe von Forschungsansätzen gelingen, die weitere Entwicklung im Wald zu beobachten, Ursachen und Wirkungen zu analysieren und hieraus z.B. Schlüsse für den zukünftigen Waldbau in den Wirtschaftswäldern zu ziehen. Ein weiterer Schwerpunkt des Workshops war es auch, Möglichkeiten für eine Verbesserung der Kommunikation zwischen Wissenschaftlern und "Praktikern" (Forstleute, Waldbesitzer, Naturschutzmitarbeiter), Politikern und interessierten Bürgern zum Thema "Folgen des Klimawandels" aufzuzeigen.

Bei den intensiven Beratungen wurden eine Reihe wichtiger und dringlicher Forschungsfragen und -ansätze zu den Auswirkungen des Klimawandels im Wald identifiziert. So sind z.B. Folgen der veränderten Klimabedingungen für die natürliche Waldverjüngung ebenso dringlich zu untersuchen wie die Frage, welche Standorte besonders anfällig für Klimaveränderungen sind. In diesem Zusammenhang muss auch geklärt werden, wie rasch und kostengünstig Veränderungen im Ökosystem Wald langfristig erfasst und die Ergebnisse eines solchen Monitorings für die Entwicklung von Konzepten für Thüringens Wirtschaftswälder im Klimawandel genutzt werden können.

"Es wurde deutlich, dass eine Intensivierung von Forschung und Monitoring unumgänglich ist, um zu einem besseren Verständnis der Dynamik naturnaher Wälder in Zeiten des Klimawandels beizutragen. Ich bin mit der Veranstaltung sehr zufrieden. Es wurden interessante Idee entwickelt, spannende Fragen aufgeworfen und Erfahrungen ausgetauscht. Dieses Zusammenkommen hilft uns bei der weiteren Arbeit sehr", so Nationalparkleiter Manfred Großmann. Bereits geplant ist ein Folgeworkshop Ende Mai nächsten Jahres, diesmal auf der Westseite des Nationalparks.

Um eine Intensivierung und bessere Umsetzung der Forschungsarbeiten zu ermöglichen, forderten die beiden Sprecher des Forschungsbeirates, Prof. Christian Ammer und Prof. Kai Uwe Totsche, auch im Namen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Workshops in einem Schreiben an die Landesregierung die Bereitstellung von Personal und finanziellen Mitteln.

Manfred Großmann
Nationalparkleiter

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news-518 Thu, 07 Nov 2019 09:41:52 +0000 Filmprojekt GreenCut – erfolgreiche Filmpräsentation im evangelischen Schulzentrum Mühlhausen https://www.nationalpark-hainich.de/de/aktuelles/aktuelles-presse/einzelansicht/filmprojekt-greencut-erfolgreiche-filmpraesentation-im-evangelischen-schulzentrum-muehlhausen.html Jugendliche filmten biologische Vielfalt im Nationalpark Hainich

Am 6. November fand die Premiere des Films "Der Hainich - Lebensraum naturnaher Wald" im Evangelischen Schulzentrum in Mühlhausen statt. Der Film entstand während einer schulischen Projektwoche im Rahmen des deutschlandweiten Umwelt- und Kommunikationsprojektes "GreenCut-Jugend filmt biologische Vielfalt" der Gesellschaft zur Förderung von Solidarität und Partnerschaft (Gespa) e.V.. Mit dabei waren die 18 Schülerinnen und Schüler des Evangelischen Schulzentrums, die selbst als Kameraleute, Interviewer und Akteure im Nationalpark unterwegs waren, Projektverantwortliche, Interviewpartner und natürlich zahlreiche neugierige Eltern, Mitschüler und Lehrer.

Rüdiger Biehl, stellvertretender Leiter des Nationalparks Hainich, begrüßte die Anwesenden und betonte die besondere Bedeutung des Projektes: "Biologische Vielfalt ist heute, in Zeiten des Klimawandels, für unsere Ökosysteme wichtiger denn je. Den Schülerinnen und Schülern ist mit diesem Film ein beeindruckender Einblick in die vielfältige Natur des Nationalparks Hainich gelungen." Oliver Krebs, Projektmitarbeiter der Gespa e.V. und Betreuer des Projektes vor Ort, sagte: "Die Dreharbeiten haben den jungen Filmerinnen und Filmern die Augen geöffnet für die Vielfalt und Schönheit der Natur. Die Arbeit mit den Jugendlichen im Hainich hat mir viel Spaß gemacht." Mit diesen Worten übergab er an das junge Drehteam und ihre Lehrerin Katrin Stedefeld, die den Startschuss für den 15-minütigen Dokumentar- und Naturfilm gaben.

Im Anschluss gab es viel Applaus vom Publikum. Auch Stefan Koch, Filialdirektor der Commerzbank in Mühlhausen, brachte seine Begeisterung zum Ausdruck und lud in die Commerzbankfiliale Mühlhausen ein, denn dort wird die begleitende multimediale Wanderausstellung "Lebensräume der biologischen Vielfalt in Deutschland" vom 7. bis 21. November zu sehen sein. Er betonte, dass sich die Bank mit dem Umweltpraktikum seit 30 Jahren gesellschaftlich für die Umwelt engagiere. "Ich freue mich, unsere Räume für ein so hervorragendes Jugendprojekt zur Verfügung stellen zu können", sagte er.

Zum Abschluss der Veranstaltung brachte ein kurzer Making-of-Film mit lustigen Einblicken hinter die Kulissen der Dreharbeiten die Zuschauer zum Lachen.

Rüdiger Biehl
Stellvertretender Nationalparkleiter

Hintergrund:

Die Gespa e. V. ist eine gemeinnützige Organisation und bereits seit ihrer Gründung im Jahr 1999 im Kontext von Bildung, Globalisierung und Entwicklungszusammenarbeit tätig. Die partnerschaftlichen Initiativen zielen auf den Ausbau gesellschaftlicher Mitverantwortung in Themen wie Armut, Soziales, Umwelt und Bildung ab. Die partizipative Medienproduktion und eine interaktiv gestaltete Kommunikation der Ergebnisse nehmen in den Projekten der Gespa e. V. eine besondere Rolle ein.

Im Nationalpark Hainich drehten im Sommer 2019 18 Schülerinnen und Schüler des Evangelischen Schulzentrums Mühlhausen 4 Tage lang zum Thema Biologische Vielfalt. Sie gingen aufgeteilt in kleine Gruppen (Filmteams) auf die Pirsch. Makro-Teams filmten Insekten und Pflanzen von ganz nah, das Slider-Filmteam suchte ganz besonders schöne Motive beispielsweise von Totholz oder Pilzen, das Filmteam Tierbeobachtung filmte Wildkatzen von der Beobachtungsplattform im Wildkatzengehege Hütscheroda und Vögel von verschiedenen Beobachtungspunkten. Das Filmteam Baumkronen war auf dem Baumkronenpfad unterwegs. Das Team Interviews bereitete die Fragen für die Experteninterviews vor und trug die Verantwortung dafür, dass nicht nur das Bild, sondern auch der Ton optimal passt. Ein Schüler mit der Making-Of - Kamera filmte und fotografierte die Teamkollegen in Aktion, beim Kameras auf- und abbauen, Interviews durchführen oder Pausen machen.

Die begleitende multimediale Wanderausstellung ist vom 7. bis 21. November in der Commerzbankfiliale in Mühlhausen, Untermarkt 33, zu sehen. Auf einem Multimediapult werden dort auch die beiden Filme präsentiert. Darüber hinaus kann der Naturfilm im Internet unter www.green-cut.de angesehen werden.

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news-517 Thu, 24 Oct 2019 12:03:11 +0000 4. EuroBoar-Treffen am Nationalpark Hainich https://www.nationalpark-hainich.de/de/aktuelles/aktuelles-presse/einzelansicht/4-euroboar-treffen-am-nationalpark-hainich.html Wildschwein-Experten aus ganz Europa bündeln Erfahrungen

Vom 23. bis 25. Oktober findet das 4. EuroBoar-Treffen in der Jugendherberge "Urwald-Life-Camp" Lauterbach am Nationalpark Hainich statt. Der Begriff "EuroBoar" bringt Europa und Wildschwein (engl. wild boar) zusammen. Es handelt sich um ein Netzwerk bestehend aus derzeit 41 Institutionen aus 21 europäischen Ländern. Das Ziel der Wissenschaftler ist eine enge Zusammenarbeit zur Erforschung der Biologie und der Wanderbewegungen von Wildschweinen, offene wissenschaftliche Fragen herauszuarbeiten und Projektideen zu entwickeln, Daten auszutauschen und Erfahrungen zu bündeln. EuroBoar wurde 2016 gegründet. Einmal im Jahr kommen die Experten zusammen. Nach Italien, Serbien und Tschechien in diesem Jahr erstmalig im Nationalpark Hainich.

Im Rahmen des Kooperationsprojektes "Schwarzwildforschung im Hainich" (www.schwarzwild-hainich.de) wird seit Oktober 2016 mit verschiedenen Methoden wie der Satellitentelemetrie intensive Forschung zur Biologie und zum Verhalten des Wildschwein-Bestandes im Nationalpark Hainich und Umgebung durchgeführt. In Thüringen sowie in ganz Deutschland und auch Europa geraten Wildschweine zunehmend in den Fokus. Die Populationen nehmen stetig zu, einhergehend mit Schäden auf landwirtschaftlich genutzten Flächen. Vielerorts findet eine verstärkte Einwanderung in besiedelte Bereiche statt. Auch im Hinblick auf die Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest, welche bereits Nachbarländer wie Polen und Belgien erreicht hat, können Erkenntnisse aus Forschungsprojekten bei der Prävention und Bekämpfung dieser Seuche, die auch für Hausschweine gefährlich sein kann, helfen. "All diese Aspekte und die daraus resultierenden Konflikte haben zu umfassenden Diskussionen und der Forderung nach wildbiologischen Untersuchungen geführt. Mit der Zusammenarbeit im EuroBoar-Netzwerk wird unsere regionale Forschungsarbeit im Hainich auf eine europäische Ebene gehoben. Das ist enorm hilfreich für uns. Daher freue ich mich sehr über das diesjährige Treffen bei uns im Hainich", sagt abschließend Alisa Klamm, Projektkoordinatorin im Nationalpark Hainich.

Manfred Großmann
Nationalparkleiter

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news-516 Mon, 21 Oct 2019 14:50:34 +0000 Tagung „Alte Buchenwälder“ in Bad Langensalza https://www.nationalpark-hainich.de/de/aktuelles/aktuelles-presse/einzelansicht/tagung-alte-buchenwaelder-in-bad-langensalza.html Vor mittlerweile acht Jahren wurden der Nationalpark Hainich und vier weitere deutsche Buchenwälder in die Liste des UNESCO-Welterbes eingetragen. Dieses Ereignis und der Abschluss einer Buchreihe über diese fünf Wälder waren der Aufhänger für eine dreitägige Fachtagung in Bad Langensalza. Mit-Initiator war der Verlag Natur&Text aus Rangsdorf bei Berlin, der diese Buchreihe in sein Verlagsprogramm aufgenommen hat, um ein breites Publikum über diese einmaligen Wälder in Deutschland zu informieren.

Nationalparkleiter Manfred Großmann konnte rund 80 Teilnehmer aus ganz Deutschland begrüßen. Dass fünf Buchenwälder zum Welterbe gehören, stand bei der Ausweisung dieser Schutzgebiete nicht auf dem Plan. Umso mehr freue man sich über die Entwicklung. In seiner Begrüßung betonte er aber auch, dass der Faktor "Klimawandel" bei der Erstellung des Tagungskonzeptes Anfang 2019 zwar schon Berücksichtigung fand, niemand aber ahnte, welches Ausmaß dieser jetzt sogar in Buchenwäldern einnimmt.

Ein Schwerpunkt der Tagung war die Vorstellung der Gebiete, der erreichte Stand, Probleme und Perspektiven. Daneben ging es um Fragen der Klimawandels und um die Integration von Naturschutzzielen in die Forstwirtschaft. Der Blick ging aber auch über Deutschland hinaus: Es besteht die Gefahr, dass massiver Holzeinschlag in Rumänien die dortigen Welterbe-Buchenwälder beeinträchtigt. Die geplante Erweiterung der Welterbestätte um weitere Buchenwälder in Europa wurde ebenfalls vorgestellt.

Der Nationalpark Hainich wurde bei der Tagung besonders hervorgehoben. So fand am ersten Tag abends ein Vortrag "Bilderreise durch den Hainich" mit dem Fotografen Thomas Stephan statt und die Exkursion am letzten Tag führt in die ältesten Bestände des Nationalparks, wo seit rund 50 Jahren keine Forstwirtschaft mehr stattfindet.

Manfred Großmann
Nationalparkleiter

Folgend finden Sie alle Präsentationen der Tagung in chronologischer Reihenfolge:
Hainich - Manfred Großmann, Leiter Nationalpark Hainich

Das Buchprojekt "Alte Buchenwälder Deutschlands" - Roland Lehmann, Natur+Text GmbH

Serrahn- Matthias Schwabe, Nationalparkamt Müritz

Kellerwald - Achim Frede, Nationalparkamt Kellerwald-Edersee

Grumsin - Dr. Martin Flade, Leiter Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin

Serrahn - Dr. Ingolf Stodian, Dezernatsleiter Nationalpark Jasmund

Die Buche im Klimawandel - Modelle und Prognosen, Dr. Michael Manthey, Universität Greifswald

Forstpolitik versus Buchenwald - wo klemmt die Säge?, Dr. Lutz Fähser, ehem. Leiter Bereich Stadtwald der Hansestadt Lübeck

Naturnähe im Wirtschaftswald? Dietrich Mehl, Leiter Landeswaldoberförsterei Reihersdorf

Pilze als Zeugen und Indikatoren der Waldentwicklung am Beispiel des Nationalparks Hainich, Matthias Lüderitz, Mykologische Arbeitsgemeinschaft Schleswig-Holstein

Forest crime - Raubzug gegen das Weltnaturerbe, Dr. Susanne Winter, WWF Deutschland

Wie es dazu kam - die Erweiterung der europäischen Buchenwaldkulisse, Prof. em. Hannes Knapp, ehem. Direktor der Internationalen Naturschutzakademie Insel Vilm

Was macht Buchenwälder artenreich? Prof. Jörg Müller, Nationalpark Bayerischer Wald

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news-513 Wed, 28 Aug 2019 13:42:23 +0000 Rollende Werbung für Welterberegion Wartbung Hainich in der Landeshauptstadt unterwegs https://www.nationalpark-hainich.de/de/aktuelles/aktuelles-presse/einzelansicht/rollende-werbung-fuer-welterberegion-wartbung-hainich-in-der-landeshauptstadt-unterwegs.html Drei Jahre lang fährt die Wartburg mit dem Nationalpark Hainich quer durch Erfurt - auf einer der städtischen Straßenbahnen

Seit August macht eine beklebte Straßenbahn in Erfurt auf die Besonderheiten in der Welterberegion Wartburg Hainich aufmerksam. Das Zusammenspiel von Kultur und Natur wird durch die beiden UNESCO-Welterbestätten Wartburg und Nationalpark Hainich dargestellt. Auch das Wildkatzendorf in Hütscheroda und der Baumkronenpfad mit Aussicht auf den Nationalpark Hainich sind als Highlights der Region abgebildet und machen sie zu einem echten Hingucker.

Auf ihrem Weg durch die Erfurter Innenstadt, vorbei am Domplatz und dem Fischmarkt, sollen in den nächsten drei Jahren so nun sowohl Erfurter als auch Touristen, Naturliebhaber und Kulturinteressierte auf die nahegelegene Region aufmerksam gemacht und von den attraktiven und vielfältigen Ausflugszielen angelockt werden.

Rüdiger Biehl
Stellvertretender Nationalparkleiter

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news-511 Wed, 21 Aug 2019 12:18:52 +0000 Lehramtsanwärter bekommen Nationalpark-Unterricht im Hainich https://www.nationalpark-hainich.de/de/aktuelles/aktuelles-presse/einzelansicht/lehramtsanwaerter-bekommen-nationalpark-unterricht-im-hainich.html Spiel, Spaß und Naturbegegnung beim Erlebnispädagogischen Tag

40 zukünftige Lehrerinnen und Lehrer aus ganz Thüringen besuchten gestern den Nationalpark Hainich. Auf dem Programm stand der Erlebnispädagogische Tag. Zielstellung ist dabei, praktisches team- und handlungsorientiertes Lernen im Erfahrungsraum Natur zu fördern. Dieser Tag gehört zum Ausbildungsprogramm für das Lehramt an Regelschulen am Studienseminar Erfurt und am Seminarschulverbund Eisenach.  Fachleiterin Susanne Merten führt die zukünftigen Lehrerinnen und Lehrer bereits seit über zehn Jahren für diesen Tag in den Nationalpark. Sie ist gleichzeitig ehrenamtliche Nationalparkführerin.

„Jeder Thüringer Schüler soll wenigstens einmal in seinem Schulleben das UNESCO-Welterbe Hainich besucht haben“, wünscht sich Susanne Merten. Den Weg dafür ebnet auch der Erlebnispädagogische Tag. Die angehenden Lehrerinnen und Lehrer besuchten nicht nur das Nationalparkzentrum an der Thiemsburg mit Ausstellungen und Wurzelhöhle sowie den Baumkronenpfad, sondern lernten auch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Umweltbildungsteams und deren erlebnispädagogische Angebote wie Schulklassenführungen im Nationalpark oder auch den Besuch der Umweltbildner in den Schulen näher kennen. Ganz praktisch wurde es beim Ausprobieren von erlebnispädagogischen Spielen. Mit „Adlerauge“, „Fledermaus und Falter“, „Waschbär-Rangordnung“, „Baumbegegnung“, „Wildkatze und Maus“ oder „Magische Stange“ bekommen die Anwärter das Rüstzeug in die Hand, selbst Wandertage und Exkursionen mit Spielen zu bereichern, die neben dem Zusammenhalt der Gruppe auch die Kreativität, Kommunikation und eine gute Körperbeherrschung  fördern.

Am Ende des Tages waren sich die Lehramtsanwärterinnen und –anwärter einig, dass man kaum schöner in seinen Anwärterdienst eingeführt werden kann als mit so einem abwechslungsreichen Tag in der Natur. Viele waren sich sicher, schon bald mit ihren Schülerinnen und Schülern wiederzukommen.

Manfred Großmann
Nationalparkleiter

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news-510 Fri, 16 Aug 2019 10:26:56 +0000 Commerzbank Umweltpraktikum im NLP Hainich: Muschelkalk und Eis im Schwalbennest https://www.nationalpark-hainich.de/de/aktuelles/aktuelles-presse/einzelansicht/commerzbank-umweltpraktikum-im-nlp-hainich-muschelkalk-und-eis-im-schwalbennest.html Seit die Sommerferien begonnen haben,  hat sich der Alltag von uns Praktikanten im Nationalpark geändert. Während wir sonst jeden Tag mit Schulklassen draußen waren, haben wir jetzt Zeit für alles andere - der Schrank im Praktikantenzimmer ist schon aufgeräumt, die Programme der letzten Wochen ausgewertet.

Heute waren wir trotzdem wieder draußen, ich habe eine letzte Führung gegeben. Doch dieses Mal nicht für Schüler*innen, sondern für die Anderen, die sonst selber Führungen geben. Das kam so: Als Geographiestudent bin ich im Nationalpark eigentlich ein bisschen fachfremd. Vieles was ich den Kindern über Ökosysteme, Insekten oder Frühblüher erzählt habe, musste ich mir selbst erst mal aneignen; aber in einigen Bereichen war ich in unserem Team auch der Experte. Deswegen führe ich heute mal die Anderen durch den Nationalpark – mit dem Fokus nur auf Bodenkunde und Geologie.

Morgens geht es, bewaffnet mit Spaten, Bodenkarte und PH-Streifen, los in den Wald. Mit einigen Stopps kommen wir zum Bodenaufschluss. Weil Boden scheinbar nie ein großes Thema war, ist der aber über die letzten zehn Jahre immer weiter verschüttet. Wir schaufeln also erst mal, um überhaupt etwas sehen zu können. Dann wandern wir weiter, kartieren, quatschen über alles was wir entdecken können. Die Atmosphäre ist entspannt und im Wald ist es angenehm.

Zurück im Büro und nach der Mittagspause im Garten der Nationalparkverwaltung verkriechen wir uns wieder in unser Praktikantenzimmer. Wir nennen es das „Schwalbennest“ – ein großes, vollgestelltes Zimmer unterm Dach, in dem es an warmen Tagen wie heute auch mal locker 35°C haben kann. Doch wir trotzen der Hitze. Mit Eis und kaltem Tee setzen wir uns in die Sauna, um noch einen halben Tag zu arbeiten. Schließlich bin ich fertig und fahre nach Hause. Ich hatte wieder einen tollen Tag im Nationalpark Hainich.

Silvan Schmieg
Commerzbank-Umweltpraktikant

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Praktikanten-Tagebuch
news-509 Thu, 15 Aug 2019 10:00:04 +0000 Schilder warnen vor Bruchgefahr https://www.nationalpark-hainich.de/de/aktuelles/aktuelles-presse/einzelansicht/schilder-warnen-vor-bruchgefahr.html Gefährdung durch umstürzende Bäume größer geworden

Der Klimawandel ist auch im Nationalpark Hainich sichtbar angekommen. Trockenheit, hohe Temperaturen und intensive Sonneneinstrahlung setzen den Bäumen stark zu. Besonders betroffen ist die Buche, die häufigste Baumart im Hainich. Absterbende und abgestorbene Bäume mit mangelnder Standfestigkeit, angebrochene Kronen und trockene Äste treten somit im gesamten Waldbestand sehr häufig auf. Daher sind die Gefährdungen durch umstürzende Bäume und herabfallende Äste auf Wanderwegen größer geworden. An allen Eingängen zum Nationalpark werden derzeit Schilder angebracht, die Besucherinnen und Besucher vor diesen erhöhten Gefahren warnen.

"Das Betreten des Nationalparks und die Benutzung der Wege geschieht wie bisher auf eigene Gefahr. Lassen Sie Vorsicht walten und achten Sie auf abgestorbene und herabhängende Äste!", rät Nationalparkleiter Manfred Großmann den Besuchern.

Wie in allen deutschen Nationalparks gilt auch im Nationalpark Hainich das Motto "Natur Natur sein lassen". Sogenannte waldtypische, sich aus der Natur ergebende Gefahren werden hier grundsätzlich nicht beseitigt. Absterbende und abgestorbene Bäume werden weder gefällt noch umgezogen, sondern stürzen auf natürliche Weise zusammen und verbleiben dann als ökologisch wertvolles Totholz im Wald.

Manfred Großmann
Nationalparkleiter

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news-508 Thu, 15 Aug 2019 08:49:21 +0000 Goldschakal erstmals in Thüringen nachgewiesen https://www.nationalpark-hainich.de/de/aktuelles/aktuelles-presse/einzelansicht/goldschakal-erstmals-in-thueringen-nachgewiesen.html Nachweis gelang im Nationalpark Hainich

Der erste Nachweis eines Goldschakals für ganz Thüringen gelang am 1. August 2019 im Nationalpark Hainich. Um 17.33 Uhr tappte er in eine Fotofalle. Zunächst war es lediglich eine Vermutung, doch nun bestätigten auch Experten anhand der Fotos eindeutig, dass es sich bei diesem Tier um einen Goldschakal handelt.

Ausgehend vom Balkan breitet er sich seit einigen Jahrzehnten gen Westeuropa auf natürliche Weise aus. Der erste dokumentierte Nachweis in Deutschland stammt aus der Brandenburgischen Niederlausitz im Juli 1997. Seitdem gelangen immer wieder Nachweise von Einzeltieren, die vermutlich über Österreich, Tschechien oder Polen nach Deutschland einwandern. Europaweit wird der Bestand auf mittlerweile ca. 100.000 Tiere geschätzt. Damit übertrifft die europäische Population an Goldschakalen diejenige der Wölfe um das Siebenfache.

Goldschakale haben ein gelblich bis rötlich, graues und dunkel geschecktes Fell sowie im Vergleich zum Fuchs einen kurzen Schwanz. Sie sind größer als Füchse, aber deutlich kleiner als Wölfe. Dass sich dieses mittelgroße und dämmerungsaktive Raubtier beinahe unbemerkt in Mitteleuropa ausbreiten konnte, hat einen einfachen Grund: Das wichtigste Element in seinem Lebensraum ist eine gute Deckung. Strauchvegetation oder Wälder in landwirtschaftlich geprägten Gegenden bieten Schutz und Nahrung zugleich. Als Nahrungsgeneralist kann seine Nahrung je nach Region und Angebot stark variieren. So stehen kleine und mittelgroße Säugetiere ebenso auf seinem Speiseplan wie Amphibien, Insekten und Fische. Je nach Saison wird er auch zum Vegetarier. Wissenschaftler fanden in untersuchten Mägen in einigen Fällen über 90 Prozent Mais, Beeren oder auch Weintrauben. Häufig ernährt er sich auch von Aas. Für Menschen ist der Goldschakal ungefährlich. Nutztiere wie Schafe und Ziegen stehen nicht auf seinem bevorzugten Speiseplan, so dass Übergriffe in Europa äußerst selten sind.

"Es ist davon auszugehen, dass dieses Tier nur auf der Durchreise war. Die nächsten Jahre werden zeigen, ob sich der Goldschakal als neue Tierart in Deutschland ansiedeln wird", so Nationalparkleiter Manfred Großmann.

Manfred Großmann
Nationalparkleiter

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news-507 Mon, 12 Aug 2019 12:06:27 +0000 4 neue Ranger für den Nationalpark Hainich https://www.nationalpark-hainich.de/de/aktuelles/aktuelles-presse/einzelansicht/4-neue-ranger-fuer-den-nationalpark-hainich.html Vorstellung am Weltrangertag

Heute am Weltrangertag wurden 4 neue Ranger vorgestellt. Sie haben ihren Dienst in den letzten Wochen im Nationalpark Hainich angetreten. Die Einstellung war möglich, da 4 Rangerstellen durch den Ruhestand der Kollegen freigeworden sind. Mit den Neueinstellungen konnte der Verjüngungsprozess bei der Nationalparkwacht fortgesetzt werden. Insgesamt sind damit wieder 25 Ranger im Einsatz, mit einer Ausnahme alles Männer.

Denny Juchem kommt aus Mühlhausen und hat eine Ausbildung zum Umweltschutztechnischen Assistenten. Ein besonderes Anliegen ist ihm der Gewässerschutz. Markus Gresser wohnt in Gebesee und war zuletzt als Gärtner im egapark Erfurt beschäftigt. Erfahrungen mit der Arbeit als Ranger hat er als Zertifizierter Natur- und Landschaftsführer in der Hohen Schrecke gesammelt. Hagen Heidenreich aus Ifta ist ausgebildeter Forstwirt und war beim Bundesforst beschäftigt. Markus Illert aus Mihla ist seit langem im Wald tätig, zuletzt freiberuflich in der Forstwirtschaft. Alle zusammen eint das große Interesse an den Aufgaben eines Nationalparks und an der Arbeit im Wald.

Hintergrund "Weltrangertag"

Der "Weltrangertag" findet jährlich am 31. Juli statt. Er hat zum Ziel, auf die wichtige Arbeit der Ranger für den Schutz des Natur- und Kulturerbes dieser Erde aufmerksam zu machen und den Rangern zu gedenken, die während ihres Dienstes verletzt oder getötet wurden. Die Aufgabenbereiche der Ranger im Nationalpark Hainich sind sehr vielseitig und reichen von der Wegeunterhaltung, Beschilderung über Aufklärungs- und Öffentlichkeitsarbeit bis hin zur Mitwirkung bei wissenschaftlichen Monitoring-Programmen und dem Streifendienst. In Asien oder auch Afrika wird es für Ranger häufig lebensgefährlich, sei es durch Wilderer und illegale Holzfäller, Wildtiere oder Verkehrsunfälle. In den vergangenen 12 Monaten sind rund 100 Ranger im Dienst gestorben.

Der "Weltrangertag" wurde von der International Ranger Federation (IRF) ins Leben gerufen und wird von The Thin Green Line Foundation (TTGLF) und anderen Organisationen unterstützt. The Thin Green Line Foundation ist eine Stiftung, die die Familien getöteter Ranger unterstützt und sich für die Arbeit der Ranger weltweit einsetzt. In jedem Jahr wird ein "Role of Honor", eine Liste mit den Namen der getöteten Ranger, erstellt, um ihren Einsatz für Mensch und Natur unvergessen zu machen (weiterführende Informationen unter thingreenline.org.au/).

Manfred Großmann
Leiter

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news-505 Mon, 15 Jul 2019 11:01:00 +0000 20 Jahre Commerzbank-Umweltpraktikum im Nationalpark Hainich https://www.nationalpark-hainich.de/de/aktuelles/aktuelles-presse/einzelansicht/20-jahre-commerzbank-umweltpraktikum-im-nationalpark-hainich.html Auch 2019 wieder Verstärkung für das Umweltbildungsteam

Am 12. Juli 2019 besuchten der Filialleiter der Commerzbankfiliale in Mühlhausen, Stefan Koch, und der Filialleiter aus Eisenach, Michael Waitz, die Nationalparkverwaltung in Bad Langensalza. Anlass für diesen Besuch war die Vorstellung der Commerzbank-Umweltpraktikanten Silvan Schmieg und Sophie Büchner. Rüdiger Biehl, Stellvertretender Nationalparkleiter, betonte den enormen Wert des Commerzbank-Umweltpraktikums für die erfolgreiche Umweltbildungsarbeit des Nationalparks Hainich. Aufgrund der großen Kontinuität sind die Commerzbank-Umweltpraktikanten schon lange ein fester Bestandteil des Umweltbildungsteams. Bereits seit 20 Jahren ist der Nationalpark Projektpartner des Umweltpraktikums, das bundesweit an 27 Standorten angeboten wird.

Zum überwiegenden Teil sind Commerzbank-Umweltpraktikanten Studierende der Naturwissenschaften, die häufig bereits Erfahrungen in der Arbeit mit Kindern mitbringen. Von diesem Knowhow profitiert der Nationalpark in ganz besonderer Weise. So auch bei den derzeitigen Commerzbank-Umweltpraktikanten:

Die gebürtige Berlinerin Sophie Büchner studiert Naturschutz und Landnutzungsplanung an der Hochschule Neubrandenburg in Mecklenburg-Vorpommern. Sie hat ihr fünfmonatiges Pflichtpraktikum bereits im Sachgebiet Naturschutz und Forschung der Nationalparkverwaltung absolviert und dabei den Hainich schätzen gelernt. Die 23-Jährige ist außerdem seit fünf Jahren ehrenamtlich in der Umweltbildung tätig und möchte das Umweltpraktikum im Hainich nutzen, um ihre Kenntnisse in diesem Bereich zu erweitern und besonders Erfahrungen im Bereich der Umweltbildung mit Kindern zu sammeln.

Silvan Schmieg (23) studiert in Berlin Geographie. Seit seiner Kindheit bewegt ihn eine starke Faszination für die Natur. Diese konnte er zunächst als Jugendgruppenleiter in der Pfadfinderbewegung ausleben, jetzt gibt ihm auch sein Studium die Möglichkeit dieses Interesse wissenschaftlich zu vertiefen. Das Praktikum im Nationalpark Hainich verbindet diese zwei Ansätze miteinander: In der Umweltbildung kann er Kindern und Jugendlichen fachliches Interesse vermitteln sowie in ihnen Begeisterung für ihre Umwelt und die Natur wecken und fördern.

"Die Commerzbank unterstützt die Studierenden dabei mit einem Praktikantenentgelt und übernimmt die Unterkunftskosten für das dreimonatige Praktikum. Die Schutzgebiete übernehmen die fachliche Betreuung der Studierenden", erläutert Stefan Koch. Und Michael Waitz ergänzt: "Ziel des Commerzbank-Umweltpraktikums ist die Sensibilisierung von Studierenden für nachhaltige Entwicklung und das Aufzeigen von beruflichen Perspektiven im Natur- und Umweltschutz."

Interessierte können sich ab Oktober um einen der Plätze für das kommende Jahr bewerben. Die Frist läuft bis Januar 2020. Bewerbungen für das Open-Air-Semester sind ausschließlich online unter www.umweltpraktikum.com möglich.

Rüdiger Biehl
Stellvertretender Nationalparkleiter

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news-503 Thu, 04 Jul 2019 18:16:04 +0000 Neue Sonderausstellung „Glanzlichter 2018“ im Nationalparkzentrum Thiemsburg zu sehen https://www.nationalpark-hainich.de/de/aktuelles/aktuelles-presse/einzelansicht/neue-sonderausstellung-glanzlichter-2018-im-nationalparkzentrum-thiemsburg-zu-sehen.html 20 Jahre preisgekrönte Naturfotografien aus aller Welt

Der größte deutsche Naturfoto-Wettbewerb "Glanzlichter" widmet seit nunmehr 20 Jahren einer exklusiven Auswahl von Naturfotos eine Ausstellung der Extraklasse. Vom 4. Juli bis zum 29. September 2019 ist sie auch in diesem Jahr im Sonderausstellungsraum des Nationalparkzentrums an der Thiemsburg zu sehen. Die Wanderausstellung "Glanzlichter 2018 - Preisgekrönte Naturfotografien aus aller Welt" zeigt 87 Einzelbilder in acht verschiedenen Kategorien von malerischen Landschaftsbildern bis hin zu exotischen Säugetier-Arten.

Mit einer geschickten 180-Grad-Drehung wird aus einer einfachen Spiegelung im Wasser plötzlich ein brennender Meteorit im Morgenhimmel über einem Wald. So ungefähr könnte man das Gewinnerbild der "Glanzlichter 2018" deuten. Was es aber zeigt, ist viel mehr als nur ein "schöner Effekt". Die Geschichte hinter dem Gewinnerfoto "Meteorit" von Manuel Enrique González Carmona aus Spanien hat die dreiköpfige Jury des Fotowettbewerbs überzeugt: Der Betrachter taucht "tiefer in den Sinn des Motives ein, findet jedoch erst auf den zweiten Blick heraus, was der Fotograf dort festgehalten hat. Erst dann begreift der Betrachter den Titel und die Komposition des Bildes, die schließlich zum Staunen und Bestätigen führt."

Der "All Over Winner" wie auch die Gewinnerbilder der einzelnen Kategorien wurden aus über 18.000 Bildeinsendungen aus 39 Ländern ausgewählt. "Wir freuen uns sehr, dass die "Glanzlichter der Naturfotografie" weltweit immer mehr Aufmerksamkeit auf sich ziehen und noch mehr an Bedeutung gewinnen", sagt Initiatorin, Jury-Mitglied und Naturfotografin Mara Fuhrmann und gibt weiter zu bedenken: "Gibt es etwas Besseres, als mit Bildern Emotionen zu wecken, nachdenklich zu machen und uns alle für den Schutz unserer Erde zu werben? Und nicht letztendlich auch für unser Überleben - denn nur mit der Natur werden wir eine lebenswerte Zukunft haben."

Als Besonderheit prämiert der Wettbewerb auch den "Glanzlichter-Nachwuchs-Naturfotograf 2018": Mit dem Bild "Scheue Begegnung" machte der talentierte 14-jährige Lasse Kurkela aus Finnland, der bereits den Titel "Glanzlichter-Nachwuchs-Naturfotograf 2017" trägt, einen einmaligen Schnappschuss. Bei einer Nacht in einer Ansitzhütte erschien nach Sonnenuntergang ein Wolf am Waldrand. Um die dramatische Atmosphäre des einsamen Wolfes und des mystischen Waldes hervorzuheben, wandelte der Fotograf das Bild in Schwarz-Weiß um.

Die Sonderausstellung wird bis zum 29. September 2019 im Nationalparkzentrum an der Thiemsburg zu sehen sein (täglich von 10.00 - 19.00 Uhr geöffnet); sie ist im Rahmen des Besuchs des Baumkronenpfades bzw. der Dauerausstellung kostenlos.

Manfred Großmann
Nationalparkleiter

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news-502 Thu, 04 Jul 2019 18:09:17 +0000 Filmprojekt GreenCut - Jugendliche filmen die Vielfalt des Lebens im Nationalpark Hainich https://www.nationalpark-hainich.de/de/aktuelles/aktuelles-presse/einzelansicht/filmprojekt-greencut-jugendliche-filmen-die-vielfalt-des-lebens-im-nationalpark-hainich.html Mit moderner Videotechnik der Natur näherkommen – im wahrsten Sinne des Wortes

In dieser Woche sind 18 Schülerinnen und Schüler des Evangelischen Schulzentrums Mühlhausen mit Kamera vor der Nase im Nationalpark unterwegs. Im Rahmen ihrer Projektwoche nehmen sie am deutschlandweiten Umwelt- und Kommunikationsprojekt „GreenCut-Jugend filmt biologische Vielfalt teil“. Das Ziel dieses mehrtägigen Filmprojekts ist das Kennenlernen der Natur und die Produktion eines 15-minütigen Dokumentar- und Naturfilms. Durchgeführt wird das Filmprojekt von der Gesellschaft zur Förderung von Solidarität und Partnerschaft (Gespa) e. V., gefördert wird es vom Bundesamt für Naturschutz.

„Es ist immer wieder toll zu beobachten, wie sich die Jugendlichen in die Kameratechnik einarbeiten, wie sie lernen geduldig zu sein und wie sich ihr Blick für das Details schärft. Wir hoffen, dass unser Projekt hilft, Augen zu öffnen für Vielfalt und Schönheit der Natur“, sagt Projektmitarbeiter Oliver Krebs von der Gespa e. V.

Vier Tage lang fanden die Dreharbeiten statt. Die Schülerinnen und Schüler gingen aufgeteilt in kleine Gruppen (Filmteams) auf die Pirsch. Makro-Teams filmten Insekten und Pflanzen von ganz nah, das Slider-Filmteam suchte ganz besonders schöne Motive beispielsweise von Totholz oder Pilzen, das Filmteam Tierbeobachtung filmte Wildkatzen von der Beobachtungsplattform im Wildkatzengehege Hütscheroda und Vögel von verschiedenen Beobachtungspunkten. Das Filmteam Baumkronen war auf dem Baumkronenpfad unterwegs. Das Team Interviews bereitete die Fragen für die Experteninterviews vor und trug die Verantwortung dafür, dass nicht nur das Bild, sondern auch der Ton optimal passt. Das Making-of Team filmte und fotografierte die Teamkollegen in Aktion, beim Kameras auf- und abbauen, Interviews durchführen oder Pausen machen.

Der entstehende Naturfilm wird sowohl im Rahmen einer Schulaufführung als auch einer Ausstellung mit allen GreenCut – Projekten gezeigt werden.

Rüdiger Biehl
Stellvertretender Nationalparkleiter

Hintergrund:

Die Gespa e. V. ist eine gemeinnützige Organisation und bereits seit ihrer Gründung im Jahr 1999 im Kontext von Bildung, Globalisierung und Entwicklungszusammenarbeit tätig. Die partnerschaftlichen Initiativen zielen auf den Ausbau gesellschaftlicher Mitverantwortung in Themen wie Armut, Soziales, Umwelt und Bildung ab. Die partizipative Medienproduktion und eine interaktiv gestaltete Kommunikation der Ergebnisse nehmen in den Projekten der Gespa e. V. eine besondere Rolle ein.

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news-501 Fri, 28 Jun 2019 09:44:52 +0000 Extremjahr 2018 hinterlässt Spuren im Nationalpark Hainich https://www.nationalpark-hainich.de/de/aktuelles/aktuelles-presse/einzelansicht/extremjahr-2018-hinterlaesst-spuren-im-nationalpark-hainich.html Trockenheit, hohe Temperaturen und permanente Sonneneinstrahlung bringen selbst Rotbuchen an ihre Grenzen

Abgestorbene Fichtenwälder im Thüringer Wald und im Harz sind mittlerweile ein fast gewohnter Anblick. Die Kombination von Trockenheit, hohen Temperaturen und permanenter Sonneneinstrahlung bringt sie an ihre Grenzen. Die Fichte ist auf vielen Flächen eine nicht standortgerechte Baumart, die eine gute Wasserversorgung benötigt. Die Rotbuche hingegen ist charakteristisch für den Naturwald Mitteleuropas. Dass nun diese heimische Baumart vertrocknet und abstirbt, ist ein ganz neues Phänomen. Seit Ende Mai sind auch im Nationalpark Hainich die Folgen des Extremjahres 2018 in den naturnahen Baumbeständen deutlich sichtbar.

"Insbesondere auf den südwestexponierten und besonders flachgründigen Standorten ist die Buche in einem sehr schlechten Zustand. An diesen Standorten ist zirka ein Drittel des Bestandes alter Buchen komplett kahl. Der Rest der Buchen weist große Ausfälle in den Kronen auf und hat eine nur spärliche Belaubung mit z.T. sehr kleinen Blättern. Nur wenige Buchen sind normal belaubt", resümiert Nationalparkleiter Manfred Großmann die Situation. "Im Nationalpark Hainich ist davon auszugehen, dass sich schon unter den jetzigen Bedingungen und aufgrund der bereits eingetretenen Schäden die Baumartenzusammensetzung auf diesen Standorten in sehr kurzer Zeit sehr deutlich verändern wird. Das ist eine Entwicklung, die noch vor wenigen Wochen als unwahrscheinlich eingestuft worden wäre. Die sich aufdrängende Frage ist, ob - wie es die Klimaprognosen sagen - dieses Extremjahr in Zukunft das Normaljahr wird. Dies hätte noch kaum abzuschätzende Auswirkungen auf unser heutiges Waldbild und unterstreicht die immensen Gefahren des ungebremsten Klimawandels in höchst alarmierender Art und Weise", so der Nationalparkleiter weiter.

Erste Anzeichen dafür, dass das Jahr 2018 auch im Hainich seine Spuren hinterlassen hat, gab es bereits im Frühjahr mit der fast komplett ausgebliebenden Bärlauchblüte. Diese Charakterart für den Hainich ist eine Zeigerpflanze für frischen Boden im Frühjahr. Die weißen Blütenteppiche des Bärlauchs locken alljährlich zahlreiche Gäste in den Nationalpark.

Im Rahmen ihres Forschungsauftrages wird die Nationalparkverwaltung nun den aktuellen Zustand der Waldbestände erfassen und dokumentieren. Mit seinen zirka 30 vorkommenden heimischen Baumarten ist der Hainich ein ideales Untersuchungsgebiet für die Frage, welche Laubbaumarten mit den neuen Gegebenheiten am besten zurechtkommen, um beispielsweise in der Forstwirtschaft zukünftig verstärkt verwendet zu werden.

Manfred Großmann
Nationalparkleiter

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news-499 Tue, 25 Jun 2019 12:51:12 +0000 Thüringens zweite „Urwaldperle“ im Nationalpark Hainich eröffnet https://www.nationalpark-hainich.de/de/aktuelles/aktuelles-presse/einzelansicht/thueringens-zweite-urwaldperle-im-nationalpark-hainich-eroeffnet.html  

In den "Urwäldern von morgen" Waldwildnis und Artenvielfalt erleben

 

Bis zu 20 Urwaldperlen sollen es in Thüringen insgesamt werden. Nach dem Rabenwald/Hohe Schrecke eröffneten Nationalparkleiter Manfred Großmann und Dr. Jochen Schaub vom WWF Deutschland am 25. Juni 2019 nun die zweite Urwaldperle der Thüringer Urwaldpfade im Nationalpark Hainich. Dieses Datum wurde mit Bedacht gewählt, jährt sich doch die Ernennung des Hainich zum UNESCO-Welterbe zum achten Mal. Folgerichtig gehört nun der Rundwanderweg "Welterbepfad" am Craulaer Kreuz ebenfalls zu den Thüringer Urwaldpfaden.

"Ziel der Thüringer Urwaldpfade ist es, Akzeptanz und ökologisches Verständnis für nicht forstwirtschaftlich genutzte Wälder durch das Erleben dieser zu fördern.", erklärt Dr. Jochen Schaub, verantwortlicher Projektleiter beim WWF Deutschland. Diesem Ziel verschrieb sich auch die BundesBürgerinitiative Waldschutz (BBIWS) und erklärte den 25. Juni 2019 erstmals zum "Tag der Buchenwälder". Deutschland ist das natürliche Verbreitungszentrum der Buchenwälder und trägt somit eine besondere Verantwortung für ihren Schutz. "Urwaldperlen sind die schönsten und urtümlichsten Thüringer Wälder, in denen die Natur Natur sein darf. Ganz klar gehören auch die Buchenwälder des Nationalparks Hainich dazu. Insgesamt wird es hier vier Thüringer Urwaldpfade geben. Der "Welterbepfad", der neu eröffnete "Pfad der Begegnung" und "Urwaldpfad" an der Jugendherberge Harsberg erschließen alte strukturreiche Wälder. Der "Wildkatzenpfad" schlängelt sich durch ehemaliges Offenland", sagt Nationalparkleiter Manfred Großmann.

Alle Rundwege in die Urwaldperlen werden vor Ort in jeweils ähnlicher Form präsentiert: Am Anfang der Pfade befindet sich ca. drei Meter hohe hölzerne Stele mit regionaltypischen Tierarten. Im Nationalpark Hainich wurde sie vom Künstler Michael Krüger angefertigt. Große Tafeln informieren über das Projekt. Eine Sitzgruppe lädt zum Verweilen ein und vervollständigt das Ensemble.

Manfred Großmann
Nationalparkleiter

Hintergrund:

Die Thüringer Urwaldperlen und -pfade werden vom WWF Deutschland in Kooperation mit dem Naturkundemuseum Erfurt realisiert und aus Mitteln der EU (ELER) über das Förderprogramm des Thüringer Umweltministeriums zur Entwicklung von Natur und Landschaft (ENL) in Höhe von rund 968.000 Euro finanziert.

Im Rahmen des Vorhabens wurde auch eine Analyse von seltenen totholzbewohnenden Käfern und Pilzen durchgeführt, wobei acht Urwaldreliktarten nachgewiesen werden konnten, zwei davon sind Erstnachweise in Thüringen. Insgesamt sind nun in Thüringen 31 Urwaldreliktarten nachgewiesen.

Mit der Schaffung eines Thüringer Urwaldpfades soll weiterhin die naturverträgliche regionale Entwicklung unterstützt und zusätzliche Wertschöpfung im Tourismus generiert werden.

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news-496 Thu, 23 May 2019 09:00:50 +0000 Lehrgang zum Zertifizierten Natur- und Landschaftsführer startet Ende August 2019 https://www.nationalpark-hainich.de/de/aktuelles/aktuelles-presse/einzelansicht/lehrgang-zum-zertifizierten-natur-und-landschaftsfuehrer-startet-ende-august-2019.html Einige Plätze sind noch zu vergeben – Infoveranstaltung am 28.o6.2019

Am 31. August startet im Nationalpark Hainich ein weiterer Lehrgang zur Ausbildung Zertifizierter Natur- und Landschaftsführerinnen und –führer (ZNL). Für diesen Kurs gibt es bereits eine Reihe verbindlicher Anmeldungen, doch es sind noch einige Plätze frei. Wer sich für eine Kursteilnahme interessiert, ist herzlich eingeladen, die Informationsveranstaltung am Freitag, den 28.06., in der Verwaltung des Nationalparks in Bad Langensalza, Bei der Marktkirche 9, zu besuchen. Beginn ist 18 Uhr.

ZNL verstehen sich als Botschafter und Botschafterinnen ihrer Region. Sie vermitteln Naturerlebnisse, beziehen aber auch Heimatgeschichte und regionale Kultur in ihre Führungen ein. Sowohl für Einheimische als auch für Gäste ist es oft ein besonders eindrückliches Erlebnis, wenn sie von in der Region beheimateten Menschen geführt werden. Die Möglichkeiten für inhaltliche Schwerpunktsetzungen sind dabei weit gefächert. Neben einer sachkundigen Führung schätzen Gäste die Authentizität der Person. ZNL entwickeln ihre Angebote in eigener Regie. Sie kooperieren eng mit der Nationalparkverwaltung, aber auch mit touristischen Leistungsträgern der Region.

Lehrgangsort ab August ist die Jugendherberge „Urwald-Life-Camp“ bei Lauterbach auf dem Harsberg. Der Unterricht umfasst insgesamt 74 Zeitstunden und findet an Wochenenden statt. Als letzter Kurstag ist der 3. November vorgesehen. Im Anschluss erfolgen sowohl eine schriftliche Prüfung als auch eine Prüfungswanderung. Für die Teilnahme wird ein Beitrag von 150 Euro erhoben.

Mit dem erfolgreichen Abschluss erwerben die Teilnehmer ein Zertifikat, das sie als Zertifizierte Natur- und Landschaftsführerinnen und –führer für den Nationalpark Hainich ausweist. Die Zertifizierung gilt für 5 Jahre und kann mittels Weiterbildungen permanent verlängert werden.
Der Ausbildungslehrgang wird vom Heimatbund Thüringen e.V. angeboten und in enger Abstimmung mit der Verwaltung des Nationalparks organisiert. Die Projektmittel entstammen dem ELER-Fonds, Programm „Entwicklung von Natur- und Landschaft“. Die Kofinanzierung erfolgt durch das Thüringer Ministerium für Umwelt, Energie und Naturschutz (TMUEN).

Allgemeine Informationen unter www.znl-thueringen.de

Kontakt:
Mail: znl(at)heimatbund-thueringen.de
Projektkoordinatoren: Thomas Pohler, Tel.: 0176 96 84 92 35 und Hans-Joachim Petzold, Tel.: 0176 44 46 80 17
Ansprechpartner in der Nationalparkverwaltung: Thomas Börner, E-Mail: thomas.boerner(at)nnl.thueringen.de

Manfred Großmann
Nationalparkleiter

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