Projekt Goldener Scheckenfalter

Eine Zukunft für den Skabiosen-Scheckenfalter in Thüringen

Auf dieser Fläche steht der Goldene Scheckenfalter (Euphydryas aurinia) im Mittelpunkt. Hier auf den Offenlandflächen im Nationalpark Hainich hat er seinen Verbreitungsschwerpunkt in Thüringen.

Der Goldene Scheckenfalter ist eine Tagfalterart, die in Thüringen vor allem auf Trockenrasen vorkommt und dort die Tauben-Skabiose als Wirtspflanze nutzt. Deswegen wird der Tagfalter in Thüringen häufig als Skabiosen-Scheckenfalter bezeichnet. Deutschlandweit, so auch in Thüringen, gehen die Bestände des Goldenen Scheckenfalters seit Jahren kontinuierlich zurück. So wird der seltene Tagfalter auch auf den Roten Listen der gefährdeten Tier- und Pflanzenarten als stark gefährdet eingestuft.

Um diesem Trend entgegenzuwirken, engagieren sich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Natura 2000-Station Gotha/Ilm-Kreis, in Trägerschaft der Naturforschenden Gesellschaft Altenburg e. V., in Kooperation mit der Nationalparkverwaltung Hainich bereits viele Jahre für den Erhalt des Goldenen Scheckenfalters in Thüringen. Hier mehr Informationen zum Projekt.

Mehr Informationen zur Natura 2000-Station Gotha/Ilm-Kreis und ihren weiteren Projekten unter https://natura2000.nfga.de/gik/

Maßnahmen im Hainich

Das aktuelle Projekt hat zum Ziel, die Vorkommen des Tagfalters durch Erweiterung von geeignetem Lebensraum und Anreicherung mit Wirtspflanzen aufzuwerten, sowie Trittsteine zwischen den Lebensräumen zu identifizieren. Dazu werden im Projektgebiet Hainich folgende Maßnahmen umgesetzt:

  • Entbuschungen von Trockenrasen
  • Pflanzung von Tauben-Skabiose
  • Etablierung einer angepassten Nutzung in der Schutzzone 2 des Nationalparks 
  • Bau von Weidezäunen, die eine lebensraumgerechtere/natürlichere Nutzung ermöglichen
  • Erfassungen der Bestände des Goldenen Scheckenfalters

Das Projekt wird gefördert aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes“ (GAK) im Rahmen Sonderrahmenplan Insektenschutz des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) sowie Mitteln des Freistaats Thüringen im Rahmen des Sonderfonds Insektenschutz in Thüringen

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