Nationalpark Hainich - Rss Feed https://www.nationalpark-hainich.de/ de Nationalpark Hainich Sat, 02 Mar 2024 12:27:00 +0000 Sat, 02 Mar 2024 12:27:00 +0000 Nationalpark Hainich news-724 Fri, 01 Mar 2024 09:20:19 +0000 „Digitaler Wald“ - neue Sonderausstellung im Nationalparkzentrum https://www.nationalpark-hainich.de/de/aktuelles/aktuelles-presse/einzelansicht/digitaler-wald-neue-sonderausstellung-im-nationalparkzentrum.html Modernste Technologien der Klimaforschung, eine Reise mit Virtual-Reality-Brille und der eigene Beitrag in Sachen Klimaschutz

Der Klimawandel wird für uns alle zunehmend spürbar. Er macht auch dem Wald zu schaffen. Die neue Sonderausstellung „Digitaler Wald – Eine virtuelle Reise in die Klimaforschung“ im Nationalparkzentrum zeigt unter anderem in einer virtuellen Realität, wie Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universitäten Göttingen und Leipzig den Einfluss von Dürre auf den Wald erforschen. Ihr Forschungslabor haben sie dafür im Nationalpark Hainich aufgeschlagen. Gleichzeitig werden Besucherinnen und Besucher eingeladen, sich mit ihrem eigenen Handeln in der Klimakrise auseinanderzusetzen. Die Sonderausstellung läuft vom 1. März bis 30. Juni 2024.

Im Fokus der Ausstellung stehen innovative Technologien und Methoden der Klimaforschung im Wald – modernste Sensortechnologie und Datenanalysemethoden aus dem Bereich der Künstlichen Intelligenz. In der Kernzone des Nationalparks Hainich, einem der ursprünglichsten Wälder Mitteleuropas, erfasst ein Sensornetzwerk im Halbstundentakt den Wassertransport von den Wurzeln bis in die Blätter. Von einem 40 Meter hohen Messturm aus wird beständig der „Atem des Waldes“ vermessen und Daten zur Verdunstungsleistung und zur CO₂-Aufnahme erzeugt. Dank moderner Lasertechnologie werden digitale Kopien der Bäume erstellt, die Dürreschäden sichtbar machen. Über all dem ziehen Satelliten ihre Bahnen und liefern Bilder von den Veränderungen des Waldes aus der Vogelperspektive. Eine Reise in virtueller Realität führt mitten hinein in die Forschungsstation im Nationalpark Hainich und macht so moderne Feldforschung im Wald begreifbar.

Gerahmt wird dieses Erlebnis von ganz realen Objekten wie zum Beispiel Messgeräten, informativen Grafiken und Mitmach-Stationen zum spielerischen Verstehen und Begreifen. Für die Ausstellung wurden recycelte Elemente aus anderen Ausstellungen verwendet.

Des Weiteren sind vielfältige Stimmen zum Thema zu hören: Aktuelle Positionen aus Waldschutz, Klima-Aktivismus und Klima-Politik sollen zum Denken über das eigene Handeln anregen und den so wichtigen Dialog über die Klimakrise fortschreiben, der zwischen Wissenschaft und Gesellschaft notwendig ist.

Die Sonderausstellung „Digitaler Wald“ ist im Rahmen des Besuches des Baumkronenpfades und der Dauerausstellung kostenlos. Öffnungszeiten sind im März täglich von 10 bis 16 Uhr und ab April von 10 bis 18 Uhr.

 

Hintergrund:

Die Sonderausstellung basiert auf dem Forschungsprojekt „Digital Forest“ des Landes Niedersachsen. Partner der Ausstellung ist der Nationalpark Hainich. Am Forschungsprojekt beteiligt sind die Abteilungen Bioklimatologie, Waldbau und Waldökologie der gemäßigten Zone sowie Räumliche Strukturen und Digitalisierung von Wäldern der Universität Göttingen. außerdem das neue Fernerkundungszentrum für Erdsystemforschung der Universität Leipzig.

 

Cornelia Otto-Albers
Pressesprecherin

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Pressemitteilungen
news-723 Wed, 28 Feb 2024 16:08:50 +0000 Junior Ranger des Nationalparks helfen dem Gartenschläfer https://www.nationalpark-hainich.de/de/aktuelles/aktuelles-presse/einzelansicht/junior-ranger-des-nationalparks-helfen-dem-gartenschlaefer.html Bestände des Kleinsäugers gehen stark zurück

Im Nationalpark Hainich engagieren sich Junior Ranger aktiv für den Schutz und den Erhalt der heimischen Tierwelt. Dafür trafen sich 18 Junior Ranger des Nationalparks am vergangenem Wochenende in der Werkstatt der Nationalpark-Ranger in Mülverstedt. Ihre Mission war es, gemeinsam Nistkästen für den Gartenschläfer zu bauen, um diesen seltenen Nagetieren einen sicheren Rückzugsort zu bieten. Wenn auch bisher Nachweise des Gartenschläfers im Nationalpark noch fehlen, ist der possierliche Kleinsäuger rund um den Nationalpark an einigen Standorten anzutreffen.

Um mehr über die Lebensweise und Ansprüche des Gartenschläfers zu erfahren, hörten die Kinder und Jugendlichen zunächst dem Vortrag von Thomas Mölich zu. Er ist Leiter des BUND-Projektes „Spurensuche Gartenschläfer“ in Thüringen und hatte viele spannende Informationen und einen kurzen Filmbeitrag zum Gartenschläfer im Gepäck. So erfuhren die Kinder, dass der Gartenschläfer „Wildtier des Jahres 2023“ war. „Das hat einen traurigen Grund“, so Thomas Mölich, „denn das gesamte Verbreitungsgebiet des Gartenschläfers hat sich vermutlich in den letzten 30 Jahren um mehr als 50 Prozent verkleinert. Der Gartenschläfer ist wohl das am stärksten im Bestand zurückgegangene Nagetier Europas. Laut Roter Liste ist der Gartenschläfer in Deutschland „stark gefährdet“. Diese Initiative der Junior Ranger trägt dazu bei, ihr Überleben zu sichern und sensibilisiert gleichzeitig junge Menschen für den Naturschutz.“

Entsprechend hochmotiviert gingen die Junior Ranger und „Senior Ranger“ Kevin Lachmann, Sandra Wendt, Christian Schöpke, Christian Volk und Helge Grasshoff an ihre Aufgabe. Ranger Gerd Baumbach hatte die Bausätze für Nistkästen vorbereitet, die nun zu fertigen Nistkästen zusammengebaut wurden. Diese werden an verschiedenen Stellen aufgehängt, sowohl im Nationalpark zu Kontrollzwecken als auch im Rahmen des BUND-Gartenschläfer Projektes in Bereichen außerhalb des Nationalparks. Einige Kästen werden auch in besonders naturnahen Obstgärten der Junior Ranger-Familien angebracht.

 

Näheres zum Gartenschläfer:

Der Gartenschläfer ist der kleinere Verwandte des bekannteren Siebenschläfers. Er ist ein europäischer Ureinwohner, doch seine Bestände gehen stark zurück. Warum, war zu Projektbeginn noch völlig unbekannt. Der BUND geht der Frage zusammen mit der Senckenberg Gesellschaft und der Universität Gießen auf den Grund. Mit der gelegentlichen Kontrolle von Nistkästen erhalten die Experten wichtige Informationen zur Bestandsentwicklung des Gartenschläfers. Ein großer Teil des weltweiten Bestandes der Gartenschläfer kommt mittlerweile in Deutschland vor. Deshalb hat Deutschland eine besondere Verantwortung für den Schutz dieser Art. Mehr zum Projekt und zum Gartenschläfer erfahren Sie auf der offiziellen Homepage zum Projekt "Spurensuche Gartenschläfer" unter https://www.gartenschlaefer.de/

 

Cornelia Otto-Albers
Pressesprecherin

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news-722 Tue, 20 Feb 2024 13:32:25 +0000 Freiwilliges Ökologisches Jahr im Nationalpark Hainich https://www.nationalpark-hainich.de/de/aktuelles/aktuelles-presse/einzelansicht/freiwilliges-oekologisches-jahr-im-nationalpark-hainich.html Orientierungsjahr für naturinteressierte 18- bis 26-Jährige

Liebst du die Natur? Hast du Spaß daran, anderen deine Begeisterung zu vermitteln? Bist du zwischen 18 und 26 Jahren alt und brauchst noch ein wenig Zeit, um dich im Dschungel der Berufe zu orientieren? Dann ist ein Freiwilliges Ökologisches Jahr vielleicht genau das Richtige! Ab Herbst 2024 stehen wieder zwei FÖJ-Stellen im Umweltbildungsteam des Nationalparks zur Verfügung. Bewerbungen sind jederzeit möglich.

Neben der wertvollen Zeit zum Nachdenken, Ausprobieren und Entdecken erhalten die FÖJler und FÖJlerinnen während der 12-monatigen Einsatzzeit monatlich 350 Euro Taschengeld, sind umfassend sozial- und unfallversichert und erhalten weiterhin Kindergeld. Wer auf einen Studienplatz wartet, kann sich das FÖJ als Wartesemester anrechnen lassen. Das FÖJ ist häufig als Vorpraktikum für Ausbildungen im Umweltbereich anerkannt.

Die konkreten Aufgaben kann am besten der derzeitige FÖJler Jonathan Helmert beschreiben: „Ich arbeite hauptsächlich in der Umweltbildung, das heißt, ich begleite z. B. Schulklassenführungen in den Nationalpark oder helfe bei der Vor- und Nachbereitung von Veranstaltungen. Aber auch in der Forschung unterstütze ich bei verschiedenen Projekten, wie zum Beispiel dem Moose-Flechten-Monitoring. Für die Winter- und Frühlingsmonate habe ich mit Hilfe des Teams ein Indoor-Programm entwickelt, mit dem dann Umweltbildung im eigenen Klassenzimmer der Schülerinnen und Schüler stattfindet. Unsere erste Indoor-Veranstaltung findet in wenigen Tagen statt“, freut sich Jonathan. Der gebürtige Berliner wollte für ein Jahr den Trubel der Stadt gegen die Natur des Nationalparks eintauschen. Jonathan und auch der zweite FÖJler, Amon Baczinski aus Eisenach, feiern in wenigen Wochen ihre Halbzeit.

„Natürlich ist die Arbeit mit z.T. nur wenige Jahre jüngeren Schülerinnen und Schülern oftmals eine große Herausforderung. Aber Sorgen muss sich niemand machen! Vor allem Einsatz steht eine intensive praktische und theoretische Einführung der Praktikantinnen und Praktikanten in unsere etablierten Programme. Und natürlich stehen unseren FÖJlern die Bildungsarbeit-Profis der Nationalpark-Verwaltung jederzeit mit Rat und Tat zur Seite“, weiß Carolin Mölich, FÖJ-Verantwortliche in der Nationalpark-Verwaltung.

Finanziert wird das FÖJ vom Bund, der Europäischen Union, dem Freistaat Thüringen und dem Nationalpark; Träger ist der Verband Naturfreundejugend Thüringen.

Wer Interesse hat oder eine Bewerbung schicken möchte, meldet sich bitte bei Carolin Mölich vorzugsweise per E-Mail unter carolin.moelich(at)nnl.thueringen.de. Mehr Informationen gibt es unter www.naturfreundejugend-thueringen.de.

 

Cornelia Otto-Albers
Pressesprecherin

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