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Die Libelle: Von der Larve zur 'Teufelsnadel'
Die Verwandlung der Libellen von der unscheinbaren Larve zum schillernden Flugkünstler gehört zu den spektakulärsten Vorgängen in unserer Tierwelt. Sie gehören zu den Insekten mit unvollkommener Verwandlung, d.h. im Gegensatz zu Schmetterlingen oder Käfern verläuft die Entwicklung vom Ei zum fertigen Insekt ohne Puppenstadium.
Meist in der Nacht klettern die im Wasser lebenden Larven an einem Pflanzenstengel an die Wasseroberfläche. Durch die Aufnahme von Sauerstoff schwellen Brust und Flügelscheiden an. Die Haut wird aufgeschlitzt, das fertige Insekt zwängt sich heraus, die Flügel entfalten sich, der Hinterleib wird gestreckt. Der ganze Vorgang dauert mehrere Stunden. Am nächsten Morgen startet die Libelle zu ihrem ersten Flug, zurück bleibt die leere Larvenhaut. Mit etwas Ausdauer können diese Exuvien an strukturreichen Kleingewässern gefunden werden.Im Nationalpark Hainich sind aktuell 39 Libellenarten nachgewiesen. In diesem Jahr gelang Dieter Mey der Erstnachweis der Feuerlibelle, einer mediterranen Art, was ein weiteres Indiz für Klimaveränderungen sein könnte.



