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Teaser: Das Wetter im Nationalpark Hainich
Teaser: Wanderführer Nationalpark Hainich
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Wanderweg Brunstal

Ein barrierefreier Erlebnispfad für Jung und Alt.

 

Symbol: ein Ahornblatt

Allgemeine Weginformation
Natur (er)spüren und aktiv erfahren: Auf dem Erlebnispfad Brunstal können Sie sich an insgesamt 9 Stationen Interessantes aus Wald und Flur selbst handelnd erschließen. Der Erlebnispfad ist durchgängig barrierefrei ausgebaut. So können ihn Gehbehinderte und Rolli-Fahrer sowie Sehbehinderte und Blinde – selbst ohne Begleitung – erleben.

Der barrierearme Erlebnispfad Brunstal verfügt jetzt mit dem Audioguide BRUNI über eine innovative Besucherführung, die besonders für blinde und sehschwache Menschen geeignet ist; entwickelt wurde er von der Berliner Firma transformat. Mit Hilfe der Satelliten-Ortung GPS und der Funkortung RFID kann jeder Nationalparkbesucher ganz einfach in kleinen Gruppen oder individuell über Kopfhörer die Erlebnisstationen im Brunstal und seine Natur kennen lernen.
Automatisch starten gesprochene, fotografisch genaue Beschreibungen der Erlebnisstationen und deren Elemente, die mit Wissenswertem zum Erlebnispfad und Informationen zum Nationalpark angereichert sind. Von Station zu Station erhält der Besucher außerdem Hinweise zum Wegeverlauf und zur eigenständigen Orientierung.Der Clou der Führung aber ist ein kugelschreibergroßer Funk-Stift, der drahtlos via Bluetooth mit dem Taschencomputer verbunden ist. Dank des Stiftes kann sich der Besucher die Informationen der Tafeltexte zu den Inhalten der einzelnen Erlebnisstationen, aber auch ein Frage- und Antwortquiz, einfach ansagen lassen. Dazu muss er lediglich den Stift an die ertastbaren BRUNI- Informationspunkte auf den Braille-Schrifttafeln heranführen.Wer sich nach der Wanderung noch in der Brotzeithütte stärken will, erhält auf gleiche Weise das Speisen- und Getränkeangebot von einer speziellen Karte angesagt. Die insgesamt 5 Geräte können ab sofort beim Personal der Brotzeithütte während der Öffnungszeiten kostenfrei ausgeliehen werden.

 

"BRUNI" Hörbeispiel


Entfernung und Schwierigkeitsgrad
Der Weg ist 3,5 km lang. Planen Sie mindestens 2 Stunden für die Runde ein. Sie können aber auch, je nach eigenen Interessen und Verweildauer an den einzelnen Stationen, einen halben Tag oder mehr zubringen, ohne sich zu langweilen.

Zum Faltblatt
Hier können Sie das passende Informations-Faltblatt herunterladen.

Wege_Brunstal.pdf (577KB)
Faltblatt Brunstal

 

 

Von der „Fuchsfarm“…

 

Ausgangspunkt
Der Ausgangs- und Endpunkt, der Parkplatz „Fuchsfarm“, befindet sich 2 km südwestlich von Mülverstedt. Den Parkplatz verlassend folgen Sie zunächst 500 Meter der Ihlefeldchaussee. Der Weg ist hier noch asphaltiert. Linker Hand befindet sich eine Streuobstwiese. Streuobstwiesen sind in jeder Jahreszeit sehenswert: Im Frühling von tausenden Blüten verzaubert, reifen über Sommer und Herbst Früchte – zuerst Kirschen, später dann Birnen und Äpfel. Im Winter stehen kahl und erstarrt knorrige Baumgestalten. Die alten Obstbäume sind wichtiger Lebensort für eine Vielzahl von Tieren, insbesondere Vögel und viele Insekten.

Daneben, etwas verborgen, befinden sich die Relikte eines Anwesens. Die verschiedenen landläufigen Bezeichnungen „Fuchsfarm“ oder „Weidegut“ spiegeln nur einen Teil der wechselvollen Geschichte dieses Objektes wider. 

Rechts des Weges geleiten Sie vier Quiztafeln (A-D) zum Eingang vom Brunstal. Hier beginnt der eigentliche Erlebnispfad.

1. Ziel: Wildkatzenhöhle

In der Wildkatzenhöhle erfahren Sie Wissenswertes über einen heimlichen Bewohner der Hainich-Wälder: die Wildkatze.

2. Ziel: Baumwurzel
Eine Baumwurzel bietet Gelegenheit, einen Baum von seiner versteckten Seite zu betrachten und zu befühlen. An der nächsten Weggabelung lädt ein großzügig angelegter Rastplatz zum Picknick aus dem Rucksack ein. Folgen Sie nun rechts dem ausgeschilderten Erlebnispfad, werden Sie nach etwa 1 km von links wieder zu dieser Stelle zurückkehren.

 

… in das Brunstal hinein…

 


3. Ziel: Urwaldpuzzle
Das Urwaldpuzzle birgt interessante Informationen über die Entwicklung von Naturwäldern. So ist z. B. Totholz wichtiges Bindeglied im natürlichen Kreislauf des Waldes.

Das Brunstal ist im Frühjahr zart von tausenden Märzenbechern gesäumt. Auch Schlüsselblume, Gelbes Windröschen, Hohler Lerchensporn und der Duft von Bärlauch gehören zum Frühjahrsaspekt. Der Gesang unzähliger Waldvögel wie Buchfink und Waldlaubsänger sorgt für die akustische Umrahmung.

 

… durch urwüchsige Wälder…

 

4. Ziel: Natur erspüren
Befühlen Sie die links des Pfads aufgestellten Stämme, das Holz und die Rinde, oder machen Sie eine Geruchsprobe. Buche, Hainbuche, Eiche, Linde und Ahorn: Die Baumarten der Station befinden sich auch rechts und links des Weges in bunter Mischung und allen Größen. Diese urwaldähnlichen Bestände gehören zur Schutzzone 1 des Nationalparks, der strengsten Schutzkategorie.

5. Ziel: Kräfte Messen
Messen Sie Ihre Kräfte, z. B. mit denen der Ameise. Relativ zu den unterschiedlichen Körpergrößen werden sie vergleichbar.

Am Scheitelpunkt des Rundweges führt ein Holzsteg auf die andere Talseite. Nach stärkeren Regenfällen und der Schneeschmelze verwandelt sich der Talgrund hier zu einem Bachlauf. Jedoch ist dies meist von kurzer Dauer, da ein Großteil des Wassers unterirdisch abfließt. Gelegenheit inne zu halten und dem Plätschern zu lauschen.

6. Ziel: Eine Buche erkunden
An dieser Station können Sie eine mittelalte Buche vom Stammfuß bis zur Krone anfassen, ihre Baumlänge ermitteln und den Aufbau aus nächster Nähe erkunden. Noch vor der nächsten Station steht links des Weges eine etwa 50 cm starke Ulme, ein inzwischen recht selten gewordener Baum unserer Wälder. Finden Sie sie?

7. Ziel: Spurensuche
Gehen Sie auf Spurensuche. Haben Sie Dachs, Wildschwein oder Reh ausfindig gemacht und deren Fährten verfolgt, finden Sie weitere Informationen zu diesen Tierarten.

Vergleichen Sie die Waldbilder links und rechts des Weges. Die Wälder rechter Hand wurden bis in die 80er Jahre noch intensiv genutzt – einförmige Bestände mit geringen Altersunterschieden sind die Folge. Obwohl die Holznutzung eingestellt wurde, werden einige Jahrzehnte vergehen, bis der Wald ähnlich urwüchsige Strukturen aufweist, wie auf der anderen Seite des Weges.

8. Ziel: Spechte im Hainich
Sieben verschiedene Spechtarten wurden im Nationalpark bisher gezählt. Wissen Sie, wie sich Spechte unterhalten?

9. Ziel: Bitte Füttern
Bitte Füttern heißt das Motto der letzten Erlebnisstation. Aber aufgepasst: Die Wildkatze ist ein Feinschmecker und wird Ihnen nicht alles abnehmen.

 

… zurück zur „Fuchsfarm“.

 

Bevor Sie sich auf der bekannten Strecke zurück zum Parkplatz begeben, verweilen Sie noch einen Augenblick – vielleicht am Rastplatz. Genießen Sie die Ruhe der Natur und sinnen Sie Erlebtem nach.

 

Symbol: ein Ahornblatt