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Zeitlos schön

Ornithologie vom

Man begegnet ihm überall – in Wäldern, in Parkanlagen, auf Wiesen und in ausgedehnten Agrarlandschaften. Auch Gartenanlagen, Friedhöfe und die Städte selbst sind seit langem Wohn- und Streifgebiete des Rotfuches. Unverwechselbar und in ganz Europa vom Flachland bis ins Gebirge vertreten, gehört er zu den Säugetieren, die fast jeder benennen kann.
Die überwiegend nachts aktiven Füchse scheuen sich aber auch nicht, die kurzen Herbst – und Wintertage für Jagdausflüge auf Stoppelfeldern und Äckern zu nutzen.
Sie bei der Mäusejagd zu beobachten sollte man sich nicht entgehen lassen. Die stets aufmerksamen Füchse suchen erst das Weite, wenn ein bestimmter Sicherheitsabstand vom Beobachter unterschritten wird.
Der typische Luftsprung beim Fang von Wühlmäusen, die bis zu 90% seiner Beute ausmachen, ist immer wieder faszinierend. Der jagende Fuchs arbeitet hochkonzentriert mit Nase und Ohren, hält den Kopf mal in die eine, mal in die andere Richtung schräg und schleicht sich immer näher heran. Schließlich setzt er zum Sprung an, um mit etwas Glück fast senkrecht auf der unvorsichtigen Maus zu landen.
Auch wenn die tierische Nahrung überwiegt, verschmäht er Früchte und Beeren ganz und gar nicht. Der Herbst bietet dazu die beste Gelegenheit und so verwundert es nicht, daß Füchse in dieser Zeit regelmäßig unter Pflaumen-, Birnen - und Apfelbäumen anzutreffen sind.
Je nach Nahrungsangebot beansprucht ein Paar zwischen 100 und 500 Hektar.

Wenn die letzten Feldlerchen über die Äcker ziehen, die ersten Kraniche eintreffen und zarter Raureif die Erdschollen am Morgen funkeln läßt, sind Begegnungen mit diesem eleganten Pelzträger wieder zu jeder Tageszeit möglich und auch für Ornithologen ein Grund zum innehalten.

Cornelia Otto-Albers

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