Sulzriedenweg

Wanderweg Sulzrieden

Das Symboltier dieses Rundwegs ist die Eule. Sie steht für die verschiedenen Eulenvögel, wie Waldohreule und Waldkauz, die im Hainich leben.

Abends ist entlang des Weges öfter der heisere Schrei eines Käuzchens zu hören. Botanische Besonderheiten und geologische Aufschlüsse findet der Wanderer ebenso und ganztägig entlang dieses Rundweges. Besonders im Frühjahr lohnt es sich, die Farbenpracht der verschiedenen Blüten zu bewundern. Bitte seien Sie vorsichtig bei einem sehr steilen Abstieg im Verlauf des Weges.

Symbol
Eule

Länge 
7 km

Schwierigkeitsgrad
mittel, im Wegverlauf gibt es einen steilen Abstieg

 

 

 


Wegbeschreibung

Ausgangspunkt
Der Ausgangspunkt - Wanderparkplatz "Mallinde" - befindet sich 1 km nordöstlich von Berka vor dem Hainich entfernt. Der Wanderweg Sulzrieden beginnt wie der Erlebnispfad Silberborn bei der Mallinde.

Beginn des Wanderweges
Mallinde und Malstein markieren wahrscheinlich den im 13. Jahrhundert urkundlich erwähnten Gerichtsplatz "Nuenhögen". Später wurde das Gericht auf den Propel nach Mihla verlagert. Das Thing, die germanische Gerichtsversammlung, wurde im Mittelalter meist "unter dem Himmel bei der Linden" abgehalten, da man glaubte, dass hier die reine Wahrheit ans Licht käme.

Von der Mallinde führt der Weg bis zur eindrucksvollen Silberbornlinde, dann nach links. Unterhalb des Hangs erstreckte sich die ehemalige Siedlung Sulzrieden.

Die ehemalige Siedlung Sulzrieden
Sulzrieden heißt "salziger Sumpf" und geht vermutlich auf eine der wenigen slawischen Siedlungen in Westthüringen zurück, was ein archäologischer Gräberfund bestätigt. Urkundliche Erwähnung fand die Siedlung 1197 und 1299 als "Berca minor". Schon im 16. Jahrhundert wird in Lehnbriefen Sulzrieden als wüst beschrieben.

Der Wanderer folgt nun nach rechts der Ausschilderung bis zum Waldrand. Der Weg führt hier nach links am Waldrand entlang bis zum Fahrweg im Langen Tal.

Im sich weitenden Langen Tal (Unterlauf) zieht sich der Wald auf die Talhänge zurück. Auf der Wiese und auch im Randbereich des Waldes blühen im Frühsommer in beeindruckender Vielzahl Orchideen - purpurfarben das Stattliche Knabenkraut und weiß, wie der Name sagt, das Weiße Waldvöglein. 

Über die Wiese läuft der Weg weiter am Waldrand entlang mit Blick auf den Burgberg.

Burgberg
Die Sage "Die Riesen vom Burgberg" berichtet: Einst hatte sich ein Riese schlafen gelegt, als ihn ein Geräusch weckte. Ergrimmt sah er Menschen durchs Tal ziehen, da nahm er den nächsten Felsbrocken neben sich und schleuderte ihn vom Burgberg herab.
Weiter, immer weiter geht es durch das kühle, feuchte Lange Tal, das im Frühjahr farbenfrohe Blütenteppiche aus Hohlem Lerchensporn, Gelben Windröschen und Buschwindröschen ausfüllen, bis der Weg nach rechts auf einen sanft ansteigenden Waldweg biegt.  An der rechten Seite des Weges fallen Abbruchkanten von Muschelkalk ins Auge.

Freiliegender Muschelkalk
Muschelkalk prägt den Untergrund des Hainich. Die Gesteinsschichten des hier anstehenden sogenannten Oberen Muschelkalks werden durch das Wirken von Wasser tiefklüftig verwittert. Immer höher schlängelt sich der Weg. Nach links blickt man in das wechselnde Licht des Waldes.

Licht und Schatten - Blick in die Dynamik des "Urwaldes"
Unter dem schattigen Blätterdach können sich aufgrund der Lichtkonkurrenz kaum kleine Bäume entwickeln. Doch stirbt einer der Baumriesen oder wird durch einen Sturm umgeworfen, entsteht eine Lücke, fällt Licht in das Dunkel und es beginnt ein üppiges Wachsen der kleinen Bäume.
Nun führt der Weg etwas steiler werdend in eines der Seitentäler des Hainich und biegt nach rechts. Zwischen den jungen Bäumen kann man die rosaroten Blüten oder auch die roten Früchte des Seidelbastes entdecken.

Seidelbast
Die Blüten des Seidelbasts locken den Wanderer stark duftend, sie erscheinen noch vor dem Laubaustrieb im zeitigen Frühjahr. Im Sommer reifen dann rot die beerenartigen Steinfrüchte. Vorsicht – alle Pflanzenteile sind stark giftig, schon bei der Berührung der frischen Zweige kann es zu Hautreizungen kommen. Nach wenigen Metern zweigt der Weg nach rechts ab und führt zwischen den ehemaligen Truppenübungsplätzen steil bergab.

Zwischen den Truppenübungsplätzen
Zwischen den Truppenübungsplätzen "Kindel" und "Weberstedt" heißt zugleich zwischen Wiederbewaldungsflächen links und totholzreichem Laubmischwald rechts des Weges. Zusammen bilden die ehemaligen Truppenübungsplätze die Fläche des Nationalparks von 7.500 Hektar. 
Am Waldrand angekommen, biegt man nach links und ist wieder an der ehemaligen Dorfstelle Sulzrieden. Zurück zum Wanderparkplatz Sulzrieden geht es wieder an der Silberbornlinde vorbei zum Ausgangspunkt Mallinde. 

Wer auch den zweiten Teil des Erlebnispfades kennenlernen möchte, kann – anstatt den direkten Weg zum Parkplatz – an der Silberbornlinde den Hang hinauf gehen und den Schildern mit dem Lindenblatt folgen. 

 

 

Sulzriedenweg
Rundwanderwege
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Sulzriedenweg - Höhenprofil

341.00,340.00,339.00,340.00,337.00,339.00,338.00,337.00,330.00,326.00,321.00,310.00,307.00,308.00,307.00,309.00,299.00,307.00,309.00,310.00,311.00,312.00,316.00,309.00,309.00,325.00,337.00,338.00,333.00,323.00,309.00,312.00,316.00,319.00,335.00,351.00,363.00,396.00,416.00,427.00,437.00,438.00,437.00,437.00,412.00,409.00,409.00,413.00,407.00,402.00,398.00,392.00,387.00,380.00,372.00,368.00,357.00,352.00,345.00 Höchster Punkt: 438.00 m
Tiefster Punkt: 298.00 m