Steinbergweg

Der Steinbergweg

Dieser Rundweg bietet Gelegenheit, die wichtigsten Baumarten des mitteleuropäischen Laubwaldes kennen zu lernen. Darüber hinaus präsentiert er allen Naturfreunden durch seine abwechslungsreiche Wegeführung die verschiedensten Biotope des Hainichs.

Symbol
Ammonit – ein ausgestorbenes Tier, das oft als Versteinerung im Gebiet gefunden wurde. 

Länge
10 km

Schwierigkeitsgrad
leicht

 

 

 


Wegbeschreibung

Ausgangspunkt
Der Ausgangspunkt Wanderparkplatz "Thiemsburg" liegt an der Straße zwischen Zimmern und  Craula. Der Weg führt 100 m parallel zur Straße, um dann nach rechts in den Wald abzubiegen. Hier findet man auf kleinster Fläche eine große Zahl verschiedener Laubbaumarten, u.a. auch die seltene Elsbeere. Im Frühjahr sind Orchideen zu bewundern. Wir folgen nun dem Weg hinab zum Steingraben.

Durch den Steingraben
Der Steingraben ist ein typisches Beispiel für die nur periodisch wasserführenden Bäche des Hainich. Nur nach starken Niederschlägen oder während der Schneeschmelze fließt hier Wasser, deshalb ist er meist lediglich mit Steinen gefüllt. Ansonsten versickert das Wasser im verkarsteten Untergrund, wird unterirdisch nach Nordosten geleitet und tritt erst am Fuße des Hainich in Form von Karstquellen wieder zutage. Nach Überqueren des Steingrabens gelangt der Wanderer in einen Buchenwald mit artenreichem Unterwuchs.

Buchenwald
Im Frühjahr erfreuen im Buchenwald beispielsweise die weiße Blütenpracht der Maiglöckchen, die duftenden Blüten vom Seidelbast und die zarten Waldveilchen das Auge des aufmerksamen Wanderers. An den eingestreuten Nadelbäumen lässt sich noch das Wirken des Menschen erkennen.

Der Weg verlässt den Buchenwald. Am Waldrand fallen ausladende Eichen und mächtige Feldahorne (ein mehrstämmiger Feldahorn ist der dickste seiner Art im Nationalpark) auf. Der Wanderer blickt nun auf mit Büschen und Hecken bestandene Grasflächen.

Diese Grasflächen wurden bis 1998 als Schafweide genutzt. Bewehrte Pflanzen wie Schlehe und Hauhechel oder schlecht schmeckende und giftige Arten wie die ab Ende August in zartem Rosa erblühende Herbstzeitlose wurden durch die Beweidung gefördert. Andererseits wurde durch die Beweidung die Sukzession, d.h.die natürliche Entwicklung hin zum Wald, aufgehalten. Als typische Vogelarten dieser Flächen sind Feldschwirl, Feldlerche, Goldammer und Neuntöter zu nennen. Verfolgt man den Weg weiter, so eröffnet sich bald linker Hand eine Aussicht auf das Thüringer Becken. Vorbei an einer Sitzraufe, durch Jungwald wandernd, erreicht man eine noch beweidete Fläche. Hier passiert der Weg eine trichterförmige Vertiefung, an deren Grund eine alte Weide gedeiht.

 

Doline (Erdfall)
Es handelt sich hier keineswegs um einen Granattrichter, wie man aufgrund der ehemaligen militärischen Nutzung der Flächen vermuten könnte, sondern um eine sogenannte Doline (oder Erdfall). Sie ist im Zuge der Auswaschung eines unterirdischen Gipslagers gebildet worden, in deren Nachfolge der entstandene Hohlraum eingebrochen ist. Auf dem weiteren Weg sind entlang eines Waldrandes im Frühjahr zahlreiche Kleingewässer vorhanden, die im Sommer austrocknen. Bald danach wird der Wanderer mit einem imposanten Fernblick auf den Thüringer Wald mit dem Großen Inselsberg belohnt. Schließlich gelangt man in einen schönen lindenreichen Eichen-Hainbuchenwald, das Netzbornholz, dessen Boden im Frühling von einem prachtvollen Blütenteppich bedeckt ist. Mit etwas Glück ist hier der Mittelspecht zu entdecken.

Nach der Walddurchquerung stößt der Wanderer direkt an der Nationalparkgrenze auf den Waagebalkenweg. Links geht es wieder zurück zur Thiemsburg.

Wendet man den Blick nach links, so fällt der dort angelegte Fichtenforst ins Auge. Sein Unterwuchs setzt sich fast ausschließlich aus jungen Buchen und Ahornen zusammen. Die fehlende Verjüngung der Fichte macht deutlich, dass sie am vorliegenden Standort von Natur aus nicht vorkommen würde. Seiner natürlichen Entwicklung überlassen wird sich der Fichtenbestand somit im Laufe der Zeit in einen Laubwald mit Buchendominanz umwandeln. 

Weiter geht es über beweidete Flächen. Am aus Bad Langensalza kommenden Radweg angelangt, biegt man nach links ab. Der Weg wird hier von den gelb-grünen, länglichen Blütenständen des Färberwaid, einer alten Färbepflanze, und den violetten, im Herbst braunen Blütenköpfen der Wilden Karde gesäumt. Bald erreicht man wieder den Steingraben, wo man das anstehende Gestein gut erkennen kann.

Kalkgestein
Das helle Kalkgestein, aus dem sich der Hainich zusammensetzt, entstand vor etwas mehr als 200 Millionen Jahren. Damals befand sich das Gebiet des heutigen Hainich am Grunde eines flachen Meeres. Aus den abgelagerten Kalkschalen abgestorbener Meerestiere (u.a.) bildeten sich im Laufe von Jahrmillionen die Gesteinsschichten des Muschelkalk, aus dem sich der Hainich überwiegend zusammensetzt. Den letzten Kilometer, bevor man zum Ausgangspunkt zurück gelangt, legt der Wanderer wieder im Wald zurück. Der Weg verläuft hier an der Bachaue des Steingrabens entlang, wo im Frühjahr die Märzenbecher in großer Zahl zu bewundern sind.

 

 

Steinbergweg
Rundwanderwege
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Steinbergweg - Höhenprofil

281.00,282.00,294.00,297.00,296.00,297.00,298.00,300.00,310.00,314.00,313.00,319.00,325.00,329.00,330.00,327.00,331.00,336.00,341.00,343.00,350.00,352.00,355.00,361.00,370.00,375.00,382.00,377.00,376.00,376.00,375.00,375.00,374.00,376.00,373.00,371.00,370.00,363.00,362.00,360.00,359.00,362.00,363.00,364.00,364.00,362.00,362.00,360.00,360.00,360.00,360.00,359.00,357.00,359.00,361.00,363.00,365.00,364.00,364.00,363.00,361.00,358.00,357.00,356.00,355.00,351.00,350.00,348.00,350.00,351.00,340.00,339.00,339.00,339.00,339.00,336.00,337.00,339.00,337.00,331.00,332.00,335.00,335.00,339.00,337.00,335.00,337.00,339.00,335.00,334.00,328.00,327.00,324.00,317.00,325.00,312.00,295.00,299.00,297.00,295.00,293.00,291.00,289.00,289.00,281.00 Höchster Punkt: 384.00 m
Tiefster Punkt: 281.00 m

Ausflugsziele

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