Eichenbergweg

Wanderweg Eichenberg

Ein Spaziergang auf dem Eichenbergweg gibt Besuchern die Gelegenheit, die abwechslungsreichen Laubwälder des Hainichs kennen zu lernen.

Der Rundweg ist besonders für Familien und Besucher zu empfehlen, die nur wenig Zeit im Nationalpark verbringen können.

Symbol
Eichel – das Symbol steht stellvertretend für die Eichen, welche dem Eichenberg seinen Namen gaben.

Länge
3,5 km

Schwierigkeitsgrad
leicht

 

 

 


Wegbeschreibung

Ausgangspunkt ist der Wanderparkplatz "Thiemsburg", an der Straße zwischen Zimmern und Craula gelegen. Zunächst überquert man die Straße, um auf das Gelände der Thiemsburg zu gelangen.

Mittelalterliche Fliehburg
Von der mittelalterlichen Fliehburg sind heute nur noch einige Grundmauern erhalten. Das neue Pensionshaus war früher das Forsthaus und wurde bis 1964 als Ausflugsgaststätte genutzt. Auf der linken Seite sieht man den Stamm der ehemaligen "Tanzlinde", wo zu bestimmten Feierlichkeiten, wie Pfingsten oder Himmelfahrt, eine Kapelle auf der Plattform der abgesägten, etwa 800 Jahre alten Eiche (nicht Linde) spielte und dazu getanzt wurde. Die daneben stehende Nachbildung des Baumhauses wurde im Juli 2001 eröffnet.
Der Weg führt hinter dem Thiemsburggelände am Baumpuzzle (Bestandteil des Naturpfads Thiemsburg) vorbei über einen Holzsteg nach rechts.

Alte Eiche
Hier sieht man den mit 5,45 m Stammumfang wohl dicksten Baum des Nationalparks, die ca. 800 Jahre alte Alte Eiche. Vorbei an einem Holzzaun erreicht man den Barfußpfad, der während des Internationalen Jugendcamps 1999 entstanden ist. Der Besucher hat hier die Möglichkeit, den Tastsinn seiner Füße zu schulen.

Unser Wanderweg verlässt kurz davor den Naturpfad und biegt nach rechts auf den Waagebalkenweg ab. Deutlich sind die Besonderheiten eines naturnahen Waldes zu erkennen, wie z.B. Bäume unterschiedlichen Alters, Totholz und eine bunte Mischung einheimischer Laubbäume (z.B. Hainbuche, Eiche, Elsbeere). Besonders wohl in diesem Wald fühlt sich der Mittelspecht. Der Weg führt nun geradeaus in nordöstliche Richtung und wird von jüngeren Rotbuchen, Eschen und Eichen wie eine Allee umsäumt.
Nach etwa 500 m verlassen wir den Waagebalkenweg nach rechts. Der Wald wird hier lichter und ist mit Nadelbäumen, vor allem Fichten und Kiefern, durchmischt, Relikte einer forstlichen Bewirtschaftung des Gebietes. Im Jungwuchs sind kaum Nadelbäume vorhanden, woran zu erkennen ist, dass diese Bäume im Hainich nicht heimisch sind und zukünftig durch Laubbäume natürlich verdrängt werden.

Wieder im geschlossenen Wald ist ein Wechsel der Baumartenzusammensetzung zu erkennen. Der Wanderer durchstreift jetzt den im Hainich typischen Buchenwald.

Von Baum zu Baum zur Erholungsbuche
Bevor der Weg scharf nach links abbiegt, sollte der Wanderer einen Blick auf den Stamm der Erholungsbuche werfen. Vor ca. 100 Jahren stand hier noch ein üppiger Baum mit einer Bank, der als beliebtes Ausflugsziel für die Besucher der Thiemsburg galt. Heute ist der Baumstumpf ein Kleinbiotop für zahlreiche Moose, Flechten, Pilze und Insekten. Weiter geht es in nordöstliche Richtung. 

Zwei eng umschlungene Rotbuchen
Kurz bevor man eine feuchte Senke erreicht, kann der Besucher zwei eng umschlungene Rotbuchen am Wegesrand bewundern - ein Beispiel für skurrile Wuchsformen, wie man sie in den naturnahen Wäldern des Hainichs häufig findet.
An der feuchten Senke angekommen, führt der Wanderweg mit einer scharfen Rechtskurve weiter nach Südosten.

Nun geht es an einem Feuchtgebiet entlang, das in seiner Artenzusammensetzung deutlich vom Umfeld abweicht. In der Senke findet man vorwiegend Stieleichen, Moorbirken, Schwarzerlen und Großseggen. Die Senke ist im Frühjahr reichlich mit Wasser gefüllt, was für den Besucher in den Sommermonaten kaum zu erkennen ist.

Weiter auf dem Weg kreuzt man die Landstraße und setzt die Wanderung in einer weitläufigen Rechtskurve nach Süden fort, bevor man nach rechts auf den ausgebauten Waagebalkenweg (gleichzeitig Steinbergweg und Radweg nach Bad Langensalza) abbiegt.

Ein Abstecher zum Steingraben
Kurz vor dem Wanderparkplatz "Thiemsburg" lohnt ein kleiner Abstecher (ca. 30 m) zum Steingraben (auf dem Steinbergweg). Er gehört zu den nur periodisch, nach Regenfällen oder der Schneeschmelze wasserführenden Bächen im Nationalpark. Die meiste Zeit des Jahres führt er nur Steine (daher der Name!). Wenn er aber Wasser führt, sieht der Steingraben aus wie ein Wildbach. Die Spuren seiner Aktivitäten sind dann an frischen Uferabrissen und Ablagerungen von Material zu erkennen.

Zurück auf dem Wanderweg sind es nur noch ein paar Meter, bis zum Ausgangspunkt der Wanderung, dem Wanderparkplatz "Thiemsburg".

 

 

Eichenbergweg
Rundwanderwege
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Eichenbergweg - Höhenprofil

326.00,326.00,328.00,330.00,342.00,341.00,340.00,335.00,334.00,347.00,347.00,348.00,352.00,354.00,355.00,352.00,349.00,346.00,345.00,347.00,343.00,336.00,340.00,335.00,334.00,330.00,328.00,327.00,327.00,327.00,324.00,320.00,317.00,319.00,320.00,318.00,318.00,318.00,318.00,319.00,319.00,320.00,321.00,323.00,324.00,323.00,322.00,320.00,320.00,319.00,320.00,322.00,322.00,323.00,324.00,325.00 Höchster Punkt: 355.00 m
Tiefster Punkt: 317.00 m