Wüstung Sulzrieden

Die Wüstung Sulzrieden

"Berca minor" (Kleinberka) oder auch "Sulzridin" wurde der Ort Sulzrieden einst genannt. 1197 erstmals in Urkunden erwähnt, war er im 14. Jahrhundert vermutlich schon wieder verlassen.

1936 entdeckte man beim Bau einer Schießbahn den ehemaligen Friedhof von Sulzrieden. Archäologische Untersuchungen zeigten anhand der Grabbeigaben, dass hier Slawen neben Christen begraben wurden. Es liegt nahe, dass es sich um ein friedliches Miteinander handelte - und zwar um eine der westlichsten Siedlungen von Slawen in Thüringen im 9. und 10. Jahrhundert.

Der Name Sulzrieden kommt von "salziges Ried" oder auch "salziger Sumpf" und gibt Auskunft über den Begründungsanlass dieser Ortschaft. Im Auftrag weltlicher Herren rodeten die Siedler Wald, legten Sümpfe trocken und kolonisierten Ödland.

Eine Quelle, der Silberborn, soll der Standort des ehemaligen Dorfbrunnens sein. Eine alte Sage berichtet, dass alle neugeborenen Kinder aus Berka aus dem Silberborn kämen. Diese Quelle entspringt unter dem Wurzelstock der mächtigen Silberbornlinde.

Wüstung Sulzrieden
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