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Waldgebiet Hainich im Fokus der Wissenschaft

Pressemitteilungen vom

Ministerinnen Keller und Siegesmund bei der Unterzeichnung des Kooperationsvertrags zwischen dem Forstlichen Forschungs- und Kompetenzzentrum Gotha und der Nationalparkverwaltung Hainich Fotograf: Thomas Stephan, Munderkingen

Die Tagung „Wissenschaft im Hainich“ beschäftigt sich vom 27. bis 29. April 2016 mit dem Stand und den Chancen einer nachhaltigen und langfristigen Forschung in bewirtschafteten und unbewirtschafteten Laubmischwäldern. Rund 200 Wissenschaftler, Mitarbeiter von Forst- und Naturschutzverwaltungen sowie Waldbesitzer treffen sich zur HAINICHTAGUNG 2016 im Kultur- und Kongresszentrum der Stadt Bad Langensalza.

„Das UNESCO-Welterbe Nationalpark Hainich ist nicht nur ein einmaliges Schutzgebiet und touristischer Publikumsmagnet, sondern ein wichtiger Forschungsstandort in Deutschland, wenn es um Fragen der ökologischen Waldbewirtschaftung von Buchenwäldern geht. Für den nachhaltigen Schutz unserer Naturschätze ist die enge Kooperation und Abstimmung zwischen Forschungseinrichtungen, Verwaltungen und Waldbesitzern unerlässlich. Hierfür legt die Hainich-Tagung 2016 einen weiteren Grundstein“, sagte Thüringens Umweltministerin Anja Siegesmund zur Eröffnung der Veranstaltung am 27. April 2016. Von der Hainich-Tagung 2016 seien langfristig wertvolle Impulse für neue Forschungsideen und Kooperationen zu erwarten.
Forstministerin Birgit Keller sagte: „Die Modernisierung unseres Landes muss mit sozialer Gerechtigkeit, Ökologie und dem Schutz natürlicher Ressourcen erfolgen. Die Nachhaltigkeit ist dabei zentrale Herausforderung und Maßstab für alle Vorhaben der neuen Landesregierung. Die Forstwirtschaft ist Vorbild beim Nachhaltigkeitsprinzip. Dies gilt auch für die aktuellen Herausforderungen: den Klimawandel und den notwendigen Waldumbau.“
„Das auch im Koalitionsvertrag der neuen Landesregierung verankerte Ziel, naturnahe Wälder zu entwickeln, wird den Anteil der Buche in den kommenden Jahrzehnten kontinuierlich erhöhen“, so Keller weiter. „Untersuchungen zeigen deutlich: Bei der Schaffung klimastabiler Wälder mit standortheimischen Baumarten kommt der Rotbuche eine wichtige Rolle zu. Ein naturnaher Mischwald ist dabei nicht nur Lebensraum für viele Tier- und Pflanzenarten, sondern kann auch in idealer Weise Ort für Erholung und Entspannung der Menschen und Produktionsstätte des umweltfreundlichen nachwachsenden Rohstoffes Holz sein.“

Das Buchenwaldgebiet des Hainich wird neben dem wirtschaftlich nicht genutzten Nationalpark auch maßgeblich von den umgebenden Buchenplenterwäldern geprägt, die beispielgebend für eine nachhaltige und naturnahe Waldbewirtschaftung sind. Der Hainich ist dadurch Projektgebiet zahlreicher Fachexkursionen und wissenschaftlicher Untersuchungen.
Im Rahmen der Veranstaltung wurde auch eine Vereinbarung zwischen den beiden Veranstaltern der Hainichtagung, dem Forstlichen Forschungs- und Kompetenzzentrum Gotha und der Nationalparkverwaltung Hainich geschlossen. Mit der Vereinbarung soll die Zusammenarbeit der beiden Vertragspartner in den kommenden zehn Jahren bei der Waldbau- und Naturwaldforschung sowie des Waldmonitorings im Hainich aufeinander abgestimmt und intensiviert werden. Bei der Planung der wissenschaftlichen Vorhaben werden außerdem das Forstamt Hainich-Werratal und die Waldbesitzer der Region einbezogen.


Pressemitteilung der Thüringer Ministeriums für Umwelt, Energie und Naturschutz

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