Einzelansicht

Tagebuchoffenbarungen

Ornithologie vom

Die Tagebücher des Ornithologen enthalten in der Regel hin und wieder Skizzen, die besondere Merkmale beobachteter Vögel darstellen, Kennzeichen eines nur kurz beobachteten Tieres für eine Nachbestimmung konservieren oder Beobachtungsorte dokumentieren. Hier erwartet man mehr oder weniger detaillierte naturgetreue Zeichnungen.

Am Ende eines stressigen Tages, einer besonders arbeitsreichen Saison aber auch an Tagen totaler Verzweiflung schleichen sich Auswüchse fragwürdigen künstlerischen Schaffens zwischen die streng wissenschaftlichen Aufzeichnungen.

Neben willkürlichen Namensgebungen wie Sing-Sang-Mücke, Rundkehlchen und

Teich-ohr-sängero tauchen auch „sensationelle Erstnachweise“ für die Region auf.

Da findet man einen gestreiften stelzbeinigen Nasenrüssler, die Knollenlöffelente, ein Fransenschwanzhuhn, der Leierschwanz-Hornsegler, Jungtiere der Bieberbach-Ralle, verschiedene Reiher und sogar einen Kiwi mit allen morphologischen Bestimmungsmerkmalen.

Tiergruppenübergreifende Symbiosen werden dokumentiert und deren

Gemütszustände eindrucksvoll veranschaulicht.

Manchmal scheinen die Dinge in der Natur allerdings auch so verwirrend zu sein, daß sie nur noch abstrakt faßbar sind.

Wenn der Hunger ruft, sind weder Ornithologen noch Wanzen aufzuhalten.

 

Was wäre die Vogelbeobachtung ohne derartige Höhepunkte!

Kontakt

Ansprechpartner_in

Cornelia Otto-Albers

0361/57 3914 008