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Lachende Grünspechte – Spechterfassung im Hainich

GRÜNSPECHT - Bildautor: T. Pröhl www.Fokus-Natur.de

Spechte gelten als wichtige Zeigerarten für die Qualität von Wäldern. Sie stehen daher schon lange im Mittelpunkt des Interesses bei der Forschung im Nationalpark Hainich. 2014 liegt dabei ein besonderes Augenmerk auf dem Grünspecht.
Der Grünspecht ist der Vogel des Jahres 2014. Er besiedelt gerne strukturreiche Waldränder, Streuobstwiesen, aber auch naturnahe Gärten und Parks. Sein Bestand in Deutschland hat in den letzten beiden Jahrzehnten deutlich zugenommen, eine sehr erfreuliche Entwicklung. Durch seinen lauten, sehr markanten Revierruf, eine Art „Lachen“, ist er leicht zu bemerken. Ca. 20 Paare werden im Nationalpark vermutet.
Im Hainich sind alle in Thüringen vorkommenden sieben Spechtarten nachgewiesen. Bemerkenswert ist der hohe Bestand am Grauspecht, vom Aussehen ähnlich dem Grünspecht. Er ist in den letzten Jahren bundesweit rückläufig und gilt daher in Deutschland als stark gefährdet. Auch hervorzuheben ist der Mittelspecht, für dessen Erhalt Deutschland eine besondere Verantwortung trägt: Ca. 20 % des Weltbestandes brüten bei uns! Und im Hainich hat er sein größtes Vorkommen in Thüringen!
Fast seit Beginn erfolgen im Nationalpark Hainich regelmäßige Erfassungen der Spechte. Ranger, unterstützt von Praktikanten, laufen jedes Jahr dieselben Flächen an und registrieren die dort vorkommenden Spechte. So erhält man Aufschluss über Vorkommen und Veränderungen der Bestände. Die Spechte können als sogenannte Zeigerarten Hinweise geben, wie weit der Nationalpark auf seinem Weg zum „Urwald“ schon vorangekommen ist.

Wer jetzt Lust auf Grünspecht und Co. bekommen hat: Am Samstag, 12.04., startet um 10.00 Uhr am Parkplatz Fuchsfarm eine Spechtführung mit dem Ranger Diethardt Böttger, der im Nationalpark seit vielen Jahren die Spechte erfasst.

Manfred Großmann
Nationalparkleiter

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