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Frühlingswunder

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Frühlingswunder

 

„Kaum schienen wieder die ersten Strahlen der warmen Märzensonne, da machte sich der Winter auf die Reise…..“, so beginnt eine entzückende Geschichte der Brüder Bondarenko.

Ja, endlich ist es soweit, der lange Winter muß der Frühlingssonne weichen! Hier und da mögen sich noch einige Schneereste verstecken, aber nicht immer ist es Schnee, wenn da etwas weiß in der Sonne leuchtet! Sie werden es erraten: Schneeglöckchen und Märzenbecher verbreiten ihren Glanz! Ist es nicht in jedem Jahr wieder ein unbegreifliches Wunder, mit welcher Kraft sich diese zarten, zerbrechlichen Schönheiten aus der oft noch halb gefrorenen Erde schieben?! Sie bohren sich durch das alte Laub, ohne Schaden an ihren duftigen Kleidchen zu nehmen……es lässt mich immer ehrfurchtsvoll staunen.

Ein Wald ist voller Wunder. Die alten Bäume mögen es mit erfahrener Gelassenheit nehmen, aber wie geht es den jungen Bäumen?

In der oben erwähnten Geschichte ist es eine junge Birke, die erstaunt zusieht, wie der Schnee taut. Sie kann es nicht begreifen, sie denkt, er ist krank, weil er so „abmagert“! Aber der Schnee klärt sie auf: „Ich magere nicht ab, ich zergehe!“ Nun hatte das junge Bäumchen von den alten gehört, dass man vor Liebe vergehen könne – und sehnsuchtsvoll streckt sie sich der Sonne entgegen, um schneller Blätter zu bekommen! Sie glaubt und hofft nämlich, dass der Schnee wegen ihr vor Liebe vergeht! Der aber wird immer schwächer in der warmen Frühlingssonne und eines Abends flüstert er: „Heute wird es geschehen! Hörst du mich, kleine Birke? Heute nacht. Schlaf nicht ein, du wirst ein Wunder erleben.“ Und die kleine Birke bebt voller erwartungsvoller Vorfreude……aber natürlich schläft sie ein. Und als sie wieder wach wird, da will ihr das Herz still stehen vor Schreck: „Dort, wo gestern noch der Schnee geleuchtet hatte, schauten spitze Keime aus der Erde.“! Und nach zwei Tagen kann jeder sehen: Schneeglöckchen sind es, die da im Sonnenlicht glänzen!

„ `Jetzt ist mir klar, lieber Schnee, welches Wunder du gemeint hast´, sprach die Birke…..Sie glaubte, die Blumen kämen vom Schnee, der aus lauter Liebe zu ihr vergangen wäre. Sie wandte sich an die anderen Bäume und sprach: `Wißt ihr, was Liebe ist? Liebe ist eine große Sonne. In ihrem Glanz zerfließt selbst der Schnee und wandelt sich in Blumen.`“

Ist das nicht ein wunderschönes Bild?! Kann man da gleichgültig durch die Natur gehen, wenn die Sonne der Liebe die Erde küsst und sie wieder erblühen lässt?! Taut da nicht auch in unserer Seele wieder etwas auf und lässt unsere Herzen erblühen?! Die Sonne, die Liebe ist immer da……und manche nennen sie Gott…..Doch egal, welchen Namen wir der lebensspendende Kraft auch geben: jeden Frühling beschenkt sie uns aufs neue mit ihren märchenhaften Wundern, die wohl niemanden gleichgültig lassen!

Der Hainichwald ist im Frühling voll von den Liebesgeschenken der Sonne!

Lassen Sie sich von der erwachenden Blumenpracht in der Seele berühren, erinnern Sie sich an die „große Sonne“ und vergehen und wandeln Sie sich wie der Schnee in ihrer Kraft!

 

Herzlich

Ihre Monika Radha Hickstein

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