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Forschungsbeirat des Nationalparks Hainich tagte

Pressemitteilungen vom

Intensive Untersuchungen von Totholz im Rahmen der Biodiversitäts-Exploratorien, Foto: Rüdiger Biehl

Vergangene Woche hat sich der Forschungsbeirat des Nationalparks Hainich in Bad Langensalza zu seiner jährlichen Sitzung getroffen. In einem intensiven Austausch wurden die wichtigsten aktuellen und geplanten Forschungsprojekte vorgestellt und beraten.

Zu den großen Projekten Dritter gehören die Biodiversitäts-Exploratorien sowie das Projekt AquaDiva, das sich mit dem unbekannten Lebensraum Grundwasser beschäftigt. Bei der eigenen Forschung ganz oben stehen ein Schwarzwild-Projekt, der Aufbau einer Forschungsdatenbank sowie die Überarbeitung der Forschungskonzeption an. Eine sozioökonomische Studie, die 10 Jahre nach der ersten Studie wiederholt wird, soll Aufschluss über die ökonomischen Effekte des Nationalparks bringen. Auch die Vorbereitung der 3. Waldinventur läuft an: Erstmals im Jahr 2000 durchgeführt, 2010 wiederholt und für 2020 anvisiert, wird diese Inventur Daten zur Entwicklung der Wälder nach dann mehr als 20 Jahren Nutzungsfreiheit ergeben und zeigen, wie weit der Nationalpark auf seinem Weg zum "Urwald mitten in Deutschland" vorangekommen ist.

Forschung gehört explizit zum Schutzzweck des Nationalparks Hainich. Der Forschungsbeirat berät die Nationalparkverwaltung bei der Überarbeitung des Forschungskonzeptes, gibt Stellungnahmen zu wichtigen Forschungsprojekten ab, bringt eigene Projekte ein und trägt zur Verbreitung der Ergebnisse aus dem Hainich in der Fachwelt und interessierten Öffentlichkeit bei.

Der Beirat wurde vergangenes Jahr von Thüringens Umweltministerin Anja Siegesmund berufen. Er umfasst 11 Mitglieder, die von verschiedenen Universitäten, Instituten und Landeseinrichtungen kommen. Sprecher des Beirates ist Prof. Dr. Christian Ammer von der Uni Göttingen, sein Stellvertreter ist Prof. Kai U. Totsche von der Uni Jena.

 

Manfred Großmann
Leiter

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