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Forschung an Wildschweinen im Nationalpark Hainich vorgestellt

Pressemitteilungen vom

Nationalparkleiter Manfred Großmann begrüßt die Gäste zur Vorstellung des Schwarzwildforschungsprojektes Hainich Bildautor: Lisa Mäder

Mehrjähriges Forschungsprojekt läuft an

Eine erste Informationsveranstaltung zu einem geplanten Schwarzwild-Forschungsprojekt fand am Donnerstag, den 6. Oktober 2016, in der Jugendherberge am Harsberg statt. Initiatoren waren die drei Kooperationspartner des Projektes, die Nationalparkverwaltung Hainich, der Landesjagdverband Thüringen e.V. und das Forstliche Forschungs- und Kompetenzzentrum Gotha der ThüringenForst AöR. Geladen waren Vertreter verschiedener Interessengruppen aus Landwirtschaft, Forstwirtschaft und Jagd.

Manfred Großmann, Leiter der Nationalparkverwaltung Hainich begrüßte die 70 Gäste und betonte: „Was uns bei dem Projekt besonders wichtig ist, ist ein guter Informationsaustausch und eine gute Zusammenarbeit mit allen Akteuren in der Region.“ Ein wichtiger Bestandteil des Projekts sei daher die Kommunikation zwischen den Interessengruppen. Diese Veranstaltung war der erste Schritt.

In seinem Gastvortrag stellte Peter Linderoth, Mitarbeiter der Wildforschungsstelle Aulendorf in Baden-Württemberg, das Projekt „Schwarzwildproblematik im Umfeld von Schutzgebieten“ vor, welches als gutes Vorbild für das Schwarzwildprojekt im Hainich dienen soll. Nach den Vorträgen luden die Projektpartner zur gemeinsamen Diskussion ein. Viele der Anwesenden stellten Fragen zum Projekt oder gaben Anregungen.

In einem mehrjährigen Forschungsprojekt im Nationalpark Hainich und angrenzenden Regionen sollen die heimischen Wildschweine näher untersucht werden. Wildschweine, in der Fachsprache Schwarzwild genannt, nehmen deutschlandweit massiv im Bestand zu. Als Tagesverstecke werden häufig Waldinseln oder größere zusammenhängende Waldgebiete, wie der Nationalpark Hainich, genutzt. Zur Nahrungssuche verlassen die Tiere ihren Unterschlupf und suchen auch angrenzende landwirtschaftliche Flächen auf, wodurch Wildschäden nicht ausbleiben. Um mehr über die tatsächlichen Aktivitäten der Wildschweine zu wissen und effektive Maßnahmen zur Wildschadenabwehr entwickeln zu können, ist ein Wildmonitoring besonders wichtig. Das geplante „Schwarzwildforschungsprojekt Hainich“ soll die nötigen Erkenntnisse liefern. Der Nationalpark Hainich fungiert hierbei als charakteristisches Beispiel für ähnliche Gebiete in ganz Thüringen.


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