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Entwarnung für die Betteleiche

Pressemitteilungen vom

Gutachten bestätigt hohe Bruch- und Standfestigkeit

Jetzt ist es sozusagen amtlich: Ein von der Nationalparkverwaltung bestellter Gutachter attestiert der Betteleiche noch ein langes Leben.

Die markante Betteleiche ist sicherlich der bekannteste Baum im Hainich und ein beliebtes Ausflugsziel. In den letzten Monaten waren die Risse im Stammbereich augenscheinlich größer geworden. Die Risse und ein Pilzbefall ließen befürchten, dass der auf mindestens 800 Jahre geschätzte Baum nicht mehr standfest ist. Aus Gründen der Verkehrssicherheit für die Besucher hatte daher die Nationalparkverwaltung vorsorglich die Stämme rings um den Baum, auf denen gerne Besucher saßen, entfernen lassen, den Betteleichen-Wanderweg leicht verlegt sowie Hinweistafeln zur Gefährdung aufgestellt. Um zu entscheiden, ob der unmittelbar am Baum verlaufende Fahrweg verlegt werden müsste oder Sicherungsmaßnahmen sinnvoll wären, wurde ein Gutachter beauftragt. Dr. Bürger aus Eisenach prüfte daraufhin mit der sogenannten Zugmethode, wie der Baum auf Sturm bis Windstärke 12 reagiert.

Das erfreuliche Ergebnis von Gutachter Joachim Bürger: „Der Stamm der Betteleiche ist damit auch bei stärksten Stürmen noch vollkommen bruch- und standsicher“. Der Grund dafür: Der Baum weist noch genügend gesundes Holz auf und bietet trotz starker Ausfaulung mit seiner relativ geringen Höhe an diesem windgeschützten Standort dem Wind nur geringen Widerstand. Sein Gutachten hat er der Nationalparkverwaltung mit den Worten übermittelt, dass „der Baum noch viele Jahre seinen Besuchern Freude bereiten kann.“


Manfred Großmann
Leiter

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