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„Drömlinge“ zu Besuch im UNESCO-Weltnaturerbe Hainich

Pressemitteilungen vom

Einen Wochenendausflug in den Nationalpark Hainich unternahmen zwanzig Naturschützer aus dem Drömling. Nach vierstündiger Fahrt nahm man Quartier im Urwald-Life-Camp auf dem Harsberg bei Lauterbach und gemeinsam mit Nationalpark-Ranger Gerd Frixel ging es dann fachkundig geführt hinein in die Buchenbestände des Bummelkuppenweges. Auch ein Besuch an der Betteleiche und ein kurzer Imbiss an der Wanderrast gehörten zum Programm. Am Abend traf man sich mit ehrenamtlichen Naturführern der Region auf dem Harsberggelände, um sich auszutauschen und auch um noch ein wenig im Forscherzelt zu experimentieren. Spannend war es für die Drömlinger Naturfreunde, manch kleines und eher unscheinbares Forschungsobjekt mal unterm Mikroskop zu sehen, ob Brennnesselhaar, Flügelschuppen des Schmetterlings oder Saugapparate der Zecke, da staunte schon manch erfahrener Umweltschützer, was es da so alles zu sehen gab.
Während die Nationalparkführer Klaus Lange, Stephanie Hellmann und Susanne Merten von ihrer Ausbildung und Tätigkeit im Nationalpark berichteten, wurde ein Lagerfeuer entfacht und man tauschte sich in netten Gesprächsrunden über die Arbeit in den Nationalen Naturlandschaften aus.

Eine der meist gestellten Fragen des Abends lautete: Wo genau liegt eigentlich der Drömling?
Da konnten die Gäste aus dem Norden natürlich freudig Auskunft geben. Der Drömling, auch Land der 1000 Gräben genannt, ist seit 1990 ein Naturpark in der Nähe der Städte Gardelegen, Klötze und Oebisfelde. Das frühere Sumpfgebiet wurde im 18. Jh auf Weisung Friedrichs des Großen durch Entwässerungsgräben von einer Natur- in eine Kulturlandschaft verwandelt. Heute ist dort eine einzigartige Niedermoorlandschaft zu bestaunen, die gespeist vom Mittellandkanal und den Flüssen Aller und Ohre, ein Rückzugsgebiet für seltene Arten geworden ist. Man findet dort noch Fischotter, Biber, Seeadler, aber auch Weißstorch und Kranich. Stolz berichten die Freiwilligen Helfer des Naturparks Drömling von ihren Einsätzen bei Pflanzmaßnahmen, beim Rad- und Wanderwegebau oder in der Biotoppflege. Auch Juniorrangerbetreuung gehört zu den vielfältigen Aufgaben der Freiwilligen.
Am Abreisetag war dann noch ein besonderer Höhepunkt für die Gäste eingeplant, der Besuch des Baumkronenpfades stand auf dem Programm. Voller bunter Eindrücke wurde danach die Rückfahrt angetreten, nicht ohne vorher zum Gegenbesuch eingeladen zu haben. Die Drömlinger Naturfreunde hoffen darauf, dass bald schon Freunde aus dem Hainich sich auch einmal die Schönheiten des Naturparks Drömling anschauen. Einige der Gäste werden aber ganz sicher im kommenden Jahr auch wieder in den Hainich kommen, denn wenn im Juni 2012 das bundesweite Juniorrangertreffen auf dem Harsberg stattfindet, sind auch Sabine Wieter und Ulf-Gerd Damm mit ihren Schützlingen dabei. „Toll, was es hier so alles gibt!“ meinte zufrieden die Umweltpädagogin Sabine Wieter am Ende des Wochenendausfluges. „Jetzt können wir unsere Juniorranger schon so richtig auf den Besuch im Hainich im kommenden Sommer einstimmen!“

Manfred Großmann
Leiter

Foto: S. Merten / Drömlinger Naturfreunde beim Experimentieren im Forscherzelt des Urwaldlifecamps

 

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