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Bayerische Märchenerzählerinnen im thüringischen Märchenwald Hainich

Schon seit Jahren unternehmen acht Märchenerzählerinnen aus Bayern gemeinsame Wanderungen durch Deutschlands märchenhafteste Landschaften. Diesmal zog es sie ins UNESCO-Weltnaturerbe Hainich. „Eigentlich verdanken wir es Monika Hickstein, denn sie hat uns immer von diesem einmaligen Wald vorgeschwärmt!“ erzählt die Leiterin der Gruppe Christina Rupp. „Und sie hat nicht übertrieben! Dabei war es gar nicht so leicht, mitten in der Urlaubssaison ein Quartier in Hainichnähe zu finden, vieles war komplett ausgebucht.“ Glück hatte man in Mihla am Werraufer auf dem Sandgut. „Die Werra und der Wald so nah, einfach eine idyllische Lage!“

Monika Hickstein, seit Jahren steht ihr Name für professionelle Märchenwanderungen im Hainich, kam dann auch selbst angereist, um den Märchenfreundinnen ihren Wald zu zeigen. Im Gepäck trug sie ein buntes Programm mit vielen märchenhaften Stunden im Wald. Am ersten Tag stand unter Leitung von Nationalparkführerin Susanne Merten eine erste Erkundung des Hainich auf dem Programm, mit Wissenswertem zum UNESCO-Weltnaturerbe und seiner Geschichte. Es ging zur Betteleiche, zur Eisernen Hand und zum ältesten Steinkreuz im Hainich, dem Ihlefelder Kreuz. Entspannt ließ man den sonnigen Tag an der Wanderrast am Ihlefeld ausklingen. Für die Gäste der Wanderrast gab Erlebnispädagogin Mia Bernhard als besonderes Schmankerl ein Grimmsches Märchen „Die Alte im Wald“ zum Besten, begleitet von Christina Rupp auf der Flöte. Übrigens: Die Grimmschen Märchen gehören auch zum geistigen UNESCO-Welterbe! Am zweiten Tag wurde dann ein weiteres UNESCO-Welterbe besucht: die Wartburg. „Das gehört natürlich unbedingt dazu, wenn man als Bayerin nach Thüringen kommt!“ freuten sich die Teilnehmerinnen. An den weiteren Tagen erkundete Monika Hickstein gemeinsam mit den Märchenfrauen den Feensteig bei Weberstedt und den Alruna-Pfad bei Berka v.d. Hainich. Bei beiden Pfaden war sie maßgeblich an der Konzeption und inhaltlichen Ausrichtung beteiligt. „Es ist so schön, wie sich hier alles entwickelt hat. Die bunten Blumenwiesen, die jetzt blühen, wo noch vor einigen Jahren Fichtendickungen standen, sind eine Augenweide! Ein herrlicher Anblick!“ Monika Hickstein ist begeistert. Beeindruckend fanden die Frauen die Linde am Silberborn, in der sie alle Platz fanden und sie sich wünschten, dass diese Linde noch viele Besucher ins Staunen bringt.

Am letzten Tag stand dann noch ein Besuch der Drachenschlucht bei Eisenach und der Elfengrotte unter Führung von Revierleiter Stefan Wichmann auf dem bunten Wanderprogramm.

Bezaubert von der herrlichen Landschaft, der Freundlichkeit der Menschen und anerkennend, was in der Hainichregion geschaffen wurde, nahmen die Märchenerzählerinnen aus Bayern Abschied. Sie wollen wiederkommen, vielleicht schon im nächsten Frühjahr.


Manfred Großmann
Nationalparkleiter

 

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