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Ausgezeichnet Wandern auf dem Wanderweg Hünenteich

Pressemitteilungen vom

Der Präsident des Deutschen Wanderverbandes, Dr. Hans-Ulrich Rauchfuß, überreicht die Auszeichnung „Qualitätsweg Wanderbares Deutschland“ an den Nationalpark-Ranger Dietrich Reiche. Bildautor: Deutscher Wanderverband.

Der „Wanderweg Hünenteich“ ist auf der Urlaubsmesse CMT in Stuttgart als „Qualitätsweg Wanderbares Deutschland“ der Kategorie „naturvergnügen“ durch den Deutschen Wanderverband ausgezeichnet worden.

Am vergangenen Samstag war es soweit: Nationalpark-Ranger Dietrich Reiche hält die Urkunde mit dem Qualitätszeichen in seinen Händen. Im Sommer war er viele Male den Wanderweg Hünenteich abgelaufen, hatte Meter um Meter vermessen, den Wegezustand ermittelt, die Naturattraktionen am Wegesrand erfasst und die Beschilderung geprüft. Denn die vom Deutschen Wanderverband ausgezeichneten Wege müssen diversen Qualitätskriterien entsprechen, zum Beispiel eine 100 % perfekte Markierung besitzen. Im Rahmen einer anschließenden, unabhängigen Prüfung vor Ort durch eine Vertreterin des Deutschen Wanderverbandes wurde der Weg erfolgreich zertifiziert. Er ist damit der erste Qualitätsweg unter 20 km Länge mit thematischer Ausrichtung in Thüringen. Und er gehört zu den allerersten deutschlandweit, die das Prädikat „naturvergnügen“ tragen.

Lisa Mäder, die den Zertifizierungsprozess organisierte, freut sich über die Auszeichnung: „Der Wanderweg Hünenteich hat die Auszeichnung mehr als verdient. Unterwegs erlebt man zum Beispiel die vielen, verschiedenen Charakteristika des Nationalparks: den Buchenurwald, die großen Offenflächen und den Hünenteich, eine Seltenheit im gewässerarmen Hainich. Der Spielplatz Wildkatzenkinderwald und die Umweltbildungsstation bieten auch etwas für den kleinen Wanderer.“

Die Ranger des Nationalparks sind jeden Tag unterwegs, um die Wanderwege zu kontrollieren und zu warten. Daher sind gewissermaßen alle Wanderwege des Nationalparks ausgezeichnete Wege. Aufgrund der Tatsache, dass der Deutsche Wanderverband nun auch kurze Wanderwege zertifizieren lässt, bot sich eine offizielle Zertifizierung zu diesem Zeitpunkt an.

Wandern erfreut sich in Deutschland einer großen Beliebtheit. Zwei Drittel der Deutschen wandern regelmäßig und sie achten dabei verstärkt auf die Qualität der Wege. Womöglich werden weitere Zertifizierungen im Nationalpark folgen.

Der Wanderweg Hünenteich wird nun auch auf dem Online-Wanderportal des Deutschen Wanderverbandes, www.wanderbares-deutschland.de, präsentiert. Hier kann sich der Besucher über die Länge, den Schwierigkeitsgrad und die Sehenswürdigkeiten rund um den Weg genau informieren. Und wer am Parkplatz Fuchsfarm startet, hat dort nach der Runde noch eine gemütliche Einkehrmöglichkeit.


Manfred Großmann
Nationalparkleiter



Hintergrund-Information zum Wanderweg Hünenteich

Bundesweit gibt es aktuell 144 „Qualitätswege Wanderbares Deutschland“ mit einer Gesamtlänge von rund 13.400 Kilometern.

In Thüringen sind es derzeit 14 Qualitätswege, wobei einige von ihnen Thüringen nur auf kurzer Strecke durchlaufen (z.B. Kammweg, Vogtland Panorama Weg).

Auf dem Wanderweg Hünenteich, geleitet durch das Symbol mit dem Frosch, erlebt der Wanderer die vielfältigen Facetten des Nationalparks Hainich, ein wahres Lebensraummosaik. Ab dem Wanderparkplatz Fuchsfarm bei Mülverstedt lockt im Mai ein weißes Blütenmeer aus Bärlauch in den Wald hinein. Der Weg schlängelt sich entlang der Grenze zur UNESCO-Weltnaturerbefläche hinauf in den Buchenmischwald mit zunderschwammbesetzen alten Rotbuchen, liegendem und stehendem Totholz. Tritt man aus dem Wald heraus, überblickt man eine ehemalige Schießbahn aus der Zeit der militärischen Nutzung, die sich heute ohne menschliche Eingriffe weiter entwickelt und eine enorme Artenvielfalt aufweist. Im Sommer kann man hier die rosa-weiß gefleckten Blüten des Fuchsschen Knabenkrautes entdecken. Wieder im Wald, präsentiert sich grün schimmernd der Hünenteich, ein angestauter Erdfall, als Seltenheit im wasserarmen Hainich. Vorbei an einem Erlenbruch, der im Herbstnebel gar schaurig anmuten kann, endet der Weg erneut am Parkplatz Fuchsfarm (Gesamtlänge ca. 5 km).

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Cornelia Otto-Albers

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